Tuesday, 9. December 2008
Vor einigen Wochen bemerkte ich, dass mein DSL-Anbieter Alice (aka Hansenet) eine eigene 404-Landing-Page in Betrieb hat und alle Clients zwangsweise bei einem HTTP 404 darauf umleitet. Man wird dann bei Eingabe einer nicht vorhandenen auf eine Suchseite von Alice und, was noch viel schlimmer ist, AOL umgeleitet.
Natürlich möchte ich diesen Service nicht haben, da ich selbst entscheiden möchte, was ich wann im Netz sehe. Daher habe ich bereits damals direkt im Alice-Kundencenter diese Funktion abgeschaltet. Nach der Bestätigung dauerte es zwar noch einen Tag bzw. bis zur nächsten Einwahl, dann funktionierte es aber. Ich sah endlich wieder normale 404-Meldungen.
Doch heute hatte ich plötzlich wieder diese nervige Alice-Seite statt einem 404 auf dem Schirm. Offenbar hat sich die liebe Alice wohl gedacht, den Spaß bei mir wieder aktivieren zu müssen. Meiner Meinung nach eine absolute Frechheit, schließlich habe ich diesen Dienst explizit abbestellt. Sollte das nochmal passieren, werde ich wohl den Provider wechseln. Ich komme mir vor wie ein AOL-DAU, der an die Hand genommen werden soll. Zumal mir die "weiteren Suchvorschläge" vorkommen wie Textwerbung. Was soll denn bitte das Wort "partnersuche" mit meiner Test-URL "www.eine404seite.de" zu tun haben? Einfach nur peinlich ...
Hier mal ein HTTP-Request mit anschließender 302-Antwort von Alice anstatt dem 404 vom eigenentlichen Webserver (wenigstens Unix *g*):
GET / HTTP/1.1
Host: www.diese-alice-scheisse-nervt-ohne-ende.de
HTTP/1.x 302 Found
Date: Tue, 09 Dec 2008 19:57:56 GMT
Server: Apache/2.0.54 (Unix)
Location: http://alicesuche-de.aol.de/suche/alice_afe_landing.jsp?invocationType=500error_alice&q=www.diese-alice-scheisse-nervt-ohne-ende.de/
Content-Length: 427
Keep-Alive: timeout=15, max=100
Connection: Keep-Alive
Content-Type: text/html; charset=iso-8859-1
Monday, 8. December 2008
Schon öfter habe ich mich über irgendwelche Technik-Einkäufe geärgert, selten aber so sehr wie beim Novatron IAMM NTD37HD. Das Ding ist einfach nur der letzte Schrott. Nun scheint sogar die Entwicklung eingestellt worden zu sein, zumindest gabs trotz zahlreicher Bugs seit einer Weile keine neue Firmware mehr (1.18 habe ich selbst aufgespielt), das Forum auf hdd-player.de ist auch mehr oder weniger tot und war bisher meine letzte Hoffnung auf Besserung. Immerhin haben bei mir bereits mehrere Fimware-Updates funktioniert, im Forum berichten allerdings auch mehrere User über den anschließenden Tot ihrer Geräte.
Der Grundgedanke des Geräts ist dabei ansich nicht schlecht, soll es doch als vollwertiger HD-Mediaplayer für alle möglichen Video- und auch Musikformate dienen. Dank eingebautem Display braucht man z.B. für die MP3-Wiedergabe nichtmal den TV anzuschalten. Außerdem verfügt es dank einzubauender Festplatte (bei mir 500GByte), USB-Anschlüssen und LAN/WLAN-Support über genügend Möglichkeiten, Dateien von den diversesten Quellen abzuspielen. Angeschlossen wird das TV Gerät idealerweise via HDMI. Soweit die Theorie.
In der Praxis funktioniert davon leider nicht sehr viel. Es fängt schon damit an, dass man keine Streams aus dem Netz hören kann, was ich sehr ärgerlich finde. Schließlich ist es mit LAN/WLAN doch eigentlich hervorragend dafür geeignet. Schlimmer ist noch, dass man nur entweder LAN oder WLAN nutzen kann - es ist unmöglich, beide Schnittstellen getrennt voneinander zu konfigurieren. Allein diesen Fakt finde ich schon mehr als ärmlich.
Die Videowiedergabe funktioniert ganz gut, was normale DIVX- und XVID-Filme angeht. Auch die Tonspur wird via optischem Ausgang problemlos an die Anlage weitergeleitet. Bei DTS bleibt allerdings regelmäßig der Ton "stehen", nur das Bild läuft weiter. Da hilft dann nur kurz PAUSE zu drücken und dann wieder PLAY. Tolle Sache. HD-Filme als MKV machen auch Probleme. So kann man oft nicht spulen, dann bleibt das Gerät einfach mal so stehen. Auch mitten im Film. Man muss teilweise den Stromstecker am Gerät ziehen, da es auf keinerlei Eingabe mehr reagiert. Hinzu kommt, dass es bei keinem Film möglich ist, die enthaltenen Untertitel anzuzeigen. Das macht viele Filme auf dem NTD einfach unschaubar. Größere Files in 1080p-Auflösung können auch schonmal ruckeln, evtl. ist hier der interne Prozessor zu schwach. Ich muss auch bei jedem Start des Gerätes den TV-Ausgang neu auf HDMI einstellen, da er immer wieder auf der Grundeinstellung steht. Das kann auch schonmal eine Minute dauern, da entweder Gerät oder Fernbedienung nicht so recht reagieren.
Die Musikwiedergabe von MP3's funkltioniert soweit ganz gut. Allerdings ist die Navigation mit dem Display nicht wirklich toll. Oft bleibt man in Menü's hängen und kommt nicht wieder so richtig zurück. Auch die Fernbedienung schafft keine Abhilfe, zumal der NTD hin und wieder einfach nicht reagiert. Zu späterer Stunde bei niedrigem Soundlevel nervt der Lüfter im Gerät auch ein wenig, da er aufgrund des kleinen Durchmessers (40mm?) eine zu hohe Drehzahl hat.
399 EUR sind jede Menge Lehrgeld, nochmal kaufe ich mir definitiv kein Multimedia-Gerät, was ich nicht irgendwo mal live gesehen oder idealerweise getestet habe ... Immerhin kann man es ganz gut als externe Festplatte nutzen, wenn man es permanent via USB mit dem HTPC verbunden lässt
Für das Geld ist der Support bzw. die unausgereifte Firmware dennoch einfach nur eine Frechheit.
Friday, 5. December 2008

Aktuell lohnt es sich, Server, Notebooks und Desktop-PC's mit ordentlich RAM auszustatten. 1 GB ist derzeit schon für rund 10 EUR zu haben. Vor einiger Zeit hat man dafür noch gut das Zehnfache hingelegt. Da wundert es kaum, dass Speicherhersteller in der Problemzone arbeiten, machen sie doch bei jedem verkauften Riegel zumindest ein paar Cent Verlust.
Hier rechts sehen wir einen Server mit 64 GByte ECC Reg. (Fully Buffered) RAM. Das hätte vor 2 Jahren locker noch 10.000 EUR gekostet, und zwar nur der RAM. Heute gibts dafür schon ein komplettes System inkl. RAID-Controller, Xeon QuadCore und Platten ...
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wo diese Entwicklung hingeht. Wahrscheinlich werden einige Hersteller (wie vielleicht leider Quimonda) auf der Strecke bleiben. Die Preise müssen sich zumindest wieder normalisieren, so dass eine profitable Produktion möglich ist.
Achja, bitte die Limitationen des OS dabei nicht vergessen. In einem 32-Bit OS (normales XP oder Vista) lohnen mehr als 4 GByte nicht wirklich (eigentlich nichtmal die). Mit einem 64-Bit Windows kann man locker bis zu 128 GByte reinstecken. Siehe auch MS-Support. Unter Linux sollte man darauf achten, ebenfalls eine 64-Bit-Version zu installieren, wenn man viel RAM im System hat (von 2 bis 4GByte klappts noch mit einem 32Bit-Kernel mit Highmem-Support). Ich hab dafür überall Debian AMD64 samt *-amd64 - Kernel laufen.
Derzeit lautet für Konsumenten also die klare Empfehlung: RAM kaufen
Wednesday, 3. December 2008
Hin und wieder schleichen sich nicht nur in Programmen, sondern auch in der Hardware Fehler ein, die es zu erkennen gilt. Linux reagiert in solchen Fällen meist mit einer Kernel-Meldung (zu sehen via dmesg) wie beispielsweise dieser hier: [1437691.115778] Machine check events logged Das sagt leider nicht wirklich viel aus darüber, was da nun eigentlich los ist bzw. los war. Sofern der Server noch stabil läuft, gibt es nicht gleich Grund zur Panik! Mit dem Tool mcelog kann man sich dann allerdings die gespeicherte Fehlermeldung ausgeben lassen.
Das sieht dann z.B. so aus: MCE 0
HARDWARE ERROR. This is NOT a software problem!
Please contact your hardware vendor
CPU 0 1 instruction cache TSC b2404f941ca12
memory/cache error 'evict mem transaction, instruction transaction, level 1'
STATUS 9000000000000171 MCGSTATUS 0 Hier sehen wir immerhin, dass es sich um ein Hardwareproblem handelt, in diesem Falle hatte offenbar der Speicher ein Problem. Da das Problem aber hier nur einmal auftrat und seitdem nie wieder, bin ich noch nicht tätig geworden. Sollten derartige Fehler allerdings periodisch oder gehäuft auftreten, sollte man die Hardware austauschen bzw. auf Fehler prüfen, z.B. mit memtest.
Es ist allerdings natürlich sehr mühsam, auf dutzenden Servern permanent dmesg oder mcelog von Hand auszuführen. Aus diesem Grund hat mein Kollege ein kleines Script geschrieben, welches uns die Arbeit abnimmt. Als Cronjob laufend prüft es periodisch die Ausgabe von dmesg auf beliebig vielen Servern und meldet im Falle von neuen MCE's per Mail die Ereignisse. Dies ist überaus nützlich, zumal normalerweise jede MCE nur einmal aufrufbar ist. Nachdem mcelog einmal ausgeführt wurde, ist der Puffer nämlich sonst wieder leer.
Das Tool samt einer ausführlichen Anleitung gibts drüben im Adminwiki - Rückfragen können gern auch hier gestellt werden ...
Monday, 1. December 2008
Ich habe heute eine Upload-Funktion mit PHP gebaut, da fiel mir auf, dass Firefox 3.0.4 seltsamerweise ab und zu PDF's mit dem MIME-Typ "text/html" versieht. Dies ist natürlich nicht korrekt, denn PDF's sollten den Typ "application/pdf" besitzen. Leider kann ich nicht sagen, wann genau dies geschieht bzw. warum. An einem bestimmten PDF liegt's nicht, ich habe es mit unterschiedlichen Daten versuch
Im Opera unter Ubuntu sowie Firefox 3.0.4 und IE unter Windows funktioniert das gleiche Script problemlos, d.h. der MIME-Typ wird dort korrekt dargestellt. Um einen Fehler im Distributions-Firefox von Ubuntu auszuschließen, habe ich nochmal den Firefox direkt von mozilla.com versucht - das selbe Problem, allerdings auch nur zeitweise und nicht direkt reproduzierbar.
Derzeit scheint mozilla.com bzw. https://bugzilla.mozilla.org/ nicht erreichbar zu sein (wenn man's schonmal braucht ...). Sobald die Seiten wieder da sind, werde ich dieses Problem reporten. Das Uploadscript muss ich derweil wohl oder übel anpassen, so dass es von Linux-Clients auch Files vom Typ "text/html" annimmt. Sonst macht zumindest die MIME-Prüfung beim Upload keinen richtigen Sinn mehr ...
Das lokale System bzw. das Test-PDF scheinen auch in Ordnung zu sein:
rob@robtop:~$ cat /etc/mime.types | grep pdf
application/pdf pdf
rob@robtop:~$ file test.pdf
test.pdf: PDF document, version 1.4
Was ist denn bei MySql/Sun eigentlich los? Erst wird hastig die GA (Generally Available) von Version 5.1 (aka 5.1.30-RC) released, also die Version für den produktiven Einsatz, dann meckert Monty auch noch öffentlich über die falsche Release-Politik und die Arbeitsbedingungen bei Sun rum.
Ich muss zugeben, ich war selbst auch verwundert über plötzliche Veröffentlichung der 5.1.30 als GA, schließlich sind noch rund 20 offene Bugs im Bugtracker zu finden. Dennoch läuft die 5.1 seit Version 5.1.22-RC bei mir im Produktiveinsatz, und das inzwischen (mit der 5.1.29-RC) auch recht stabil. Anfangs gabs zwar 1-2 Bugs, die mir negativ auffielen, die sind aber inzwischen allesamt behoben. Sowohl im Single-Betrieb mit mysqld und MyISAM-Tabellen als auch im Cluster-Betrieb ( ndb_mgm und ndbd) kann ich keine echten Probleme mehr feststellen - auch unter starker Last nicht.
Insofern scheint mir die Kritik etwas überzogen zu sein - obwohl Monty wahrscheinlich weiss, was er schreibt. Er steckt schließlich ganz gut in der Materie drin.  Er fordert wieder mehr Macht und Antrieb von der Community, z.B. durch freie Forks wie Drizzle. Ich muss sagen, die Idee hinter Drizzle gefällt mir auch sehr gut. Man wird sehen, was sich daraus entwickelt.
Im Oktober hatte erst MySql-Mitbegründer David Axmark gekündigt, da er sich in einem Großunternehmen wir Sun nicht mehr wohl fühlte. Ich kann es ihm nachfühlen ...
|
Kommentare