Twitter Timeline
|
Thursday, 29. January 2009Wirre Traffic-Statistiken bei Server4You
Seit gestern bin ich ja nun glücklichlicher Admin eines Server4You-Rootservers. Große Rätsel gibt mir derzeit allerdings die dortige Benutzer-Schnittstelle (aka "Power Panel") auf, wo der interessierte Nutzer seinen bisher verbrauchten Traffic sowohl in Zahlen als auch grafisch aufbereitet dargestellt bekommt. Zum Glück muss man sich dank "Traffic-Flatrate" keine Sorgen um die verflossenen GBytes machen, solche Übersichten sind aber dennoch ganz hilfreich. Vor Allem, wenn man Fan von Statistiken ist
Wie gesagt wird im Kundenbereich also der bisher verbrauchte Traffic dargestellt, das sieht dann so aus wie im Screenshot rechts. Die Daten könnten auch soweit passen, schließlich ist der Server erst seit gestern in Betrieb und wurde seither kaum benutzt (bis auf ein paar obligatorische Updates und Installationen). So wurden also seit gestern 1831.40 MByte verbraucht - ein realistischer Wert, bis auf einen kleinen Rundungsfehler. Die Summer aus "In" und "Out" ergibt nämlich eigentlich 1831.03 MByte. Klickt man nun allerdings auf den "Mehr"-Link, erscheinen plötzlich völlig andere Zahlen (siehe Screenshot links). Und zwar liegen hier die Werte deutlich über denen der ersten Seite. So wurden nun in einem einzigen Tag laut Statistik schon 405.9 Gbyte (!) verbraucht (eigentlich ja sogar 406 GByte). Das ist natürlich kompletter Unsinn, was auch die Traffic-Kurven im Cacti-Monitoring belegen. Ich vermute mal, Server4You hat hier ein kleines Softwareproblem bzw. die IP meines Servers hat bis vor wenigen Tagen auf einem anderen Server "gelebt", der entsprechend viel Traffic erzeugt hat. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt - wenigstens braucht man sich dank "Flatrate" keine Sorgen machen und kann ruhig schlafen. Bisher habe ich auch noch nirgends eine Klausel entdeckt, die den Provider befugt, die Bandbreite des Switchports nach einem gewissen Trafficaufkommens (1 TByte z.B.) herunterzudrosseln. Andere Provider limitieren dann schon schnell mal auf 10Mbit. Ich bin mir allerdings recht sicher, dass bei permanenter Auslastung der 100MBit am Switchport durch einen einzelnen Server schonmal genauer geschaut wird oder auch gedrosselt wird. Wednesday, 28. January 2009Nun also doch Server4You
Nachdem Serverloft mir gestern mitteilte, dass das bestellte Modell derzeit nicht verfügbar ist, hatte ich mich ja schon mit einer Wartezeit von gut 10 Tagen abgefunden. Vorhin bekam ich jedoch eine Mail, meine Bestellung wäre nun gelöscht worden, da ich mich seit der Bestellung bzw. Info über die Wartezeit nicht mehr gemeldet hätte. Hallo? Ich habe schließlich gestern Vormittag mit dem Support ein Telefonat geführt, in dem ich zusagte, die Wartezeit in Kauf zu nehmen. Also wieder an der Hotline angerufen (und sogar sofort Jemanden erreicht!) und nachgefragt, was denn nun los ist. Der Mitarbeiter bestätigte mir die automatische Löschung meiner Bestellung - dabei beließ ich es nun auch gleich. Zumindest gab man mir auf die Nachfrage, ob und wann die Server denn nun wieder verfügbar wären, eine sehr lustige Antwort: Server wurden zwar heute geliefert, aber mit den falschen Festplatten. Wo gibt's denn bitte Sowas?
Kurzfristig entschied ich mich jetzt für einen Rootserver von Server4You, also einem anderen Label des gleichen Vereins (Intergenia). Dieser wurde nach Bestellung und kurzer telefonischer Rückfrage binnen 2h eingerichtet. Besser gehts eigentlich nicht, bin begeistert. Die nicht ganz so potente Hardware gegenüber Serverloft (Opteron 2.2 GHZ, 4096MByte RAM, Software-RAID1) nehme ich für die sofortige Bereitstellung sowie 20 EUR Ersparnis monatlich (59 statt 79 EUR) gern in Kauf. Negativ fiel mir bei Server4You nur auf, dass ich trotz "Debian 4.0 Minimalinstallation" einen MySql-Server, Apache und sogar einen kompletten Mailserver samt ClamAV, Courier und Spamassassin auf dem System laufen hatte. Ebenfalls war der FTP-Daemon proftpd installiert und lief. Was daran "minimal" sein soll, weiss wohl nur Server4You. Bei mir umfasst eine Minimalinstallation eigentlich nur das Grundsystem samt SSH-Daemon. Außerdem war die Systemsprache- und Zeit auf English gestellt. Das lässt sich freilich sehr schnell ändern, könnte aber auch von Haus aus so sein. Ansonsten macht das System bisher einen guten Eindruck. Die 2 Samsung-Platten laufen via mdadm als Software-RAID1 und auch alle Softwarepakete waren auf dem aktuellen Stand. Als Paketserver wird per default der hauseigene Mirror von Intergenia verwendet. Der Kernel ist in Version 2.6.24-etchnhalf.1-amd64 vorinstalliert, da ich ja die AMD64-Installation ausgewählt hatte. Nun wird sich zeigen, wie der Server langfristig läuft. Da er nur als Test-, Monitoring- und Gameserver dient, wird die Verwaltungsoberfläche von Server4You (oder auch PLESK) nicht zum Einsatz kommen. Von daher ist es tatsächlich nur relevant, wie gut die Netzanbindung und Hardware ist. Daran gibt es bisher Nichts auszusetzen. Solche tollen Pings hatte der Gameserver zumindest noch nie Tuesday, 27. January 2009Serverloft: Server leider alle, 10 days to go
Gestern habe ich mich dazu entschieden, bei Serverloft einen Rootserver zu mieten. Aufgrund der massiven Medienpräsenz, ausgelöst unter Anderem durch die Ersteigerung des Basicthinking-Blogs und massiven Werbung in C'T und anderen Zeitschriften sowie der unschlagbaren Preise kommt man ja kaum an der Marke aus dem Hause Intergenia vorbei. Also fiel die Wahl auf den "PerfectServer L", da dessen Ausstattung für die bevorstehenden Einsatzzwecke (etwas externes Monitoring und als Gameserver) mehr als ausreicht. Auch die hervorragende Backbone-Anbindung ans Internet hatte mein besonderes Interesse geweckt.
Die Bestellung war schnell ausgelöst, unnütze Eingaben bei der Anmeldung wie z.B. Geburtsort habe ich sicherheitshalber nicht mit angegeben. Tut wohl auch nichts zur Sache bei einer Serverbestellung. Anschließend kam sofort eine Bestätigungsmail, gefolgt von der ernüchternden Infomail (siehe Screen), dass das von mir gewählte Modell derzeit nicht verfügbar sei.Da hat wohl die Nachfrage aufgrund des Medienrummels und der natürlich sensationelle Preise schnell den Bestand an Servern überschritten. 10 Tage Wartezeit also - irgendwie ganz schön lange. Braucht Fujitsu/Siemens etwa so lange, um neue Hardware zu liefern? Kaum vorstellbar eigentlich. Da ich aber nicht wirklich unter Zeitdruck stehe, werde ich freundlicherweise auf Serverloft warten. Denen die erfreuliche Nachricht mitzuteilen, war allerdings schwieriger als erwartet: Per Mail scheint kein Kontakt möglich (nur via schnödem Webformular), da alle Mails von noreply@ - Adressen aus versandt werden. Telefonisch hatte ich es gestern in den Abendstunden bereits versucht, aber nach rund 20 Minuten an der Gratis-Hotline dann aufgegeben. Wenn das jetzt aber ein Support-Notfall eines wichtigen Firmenservers gewesen wäre ... ? Vielleicht gibts ja dann noch eine "Geheimnummer" oder direkte Durchwahl, man weiss es nicht. Immerhin erreichte ich vor wenigen Minuten nach ca. 10 Minuten in der Warteschleife einen netten Supportmenschen, der auch gleich meine Identität verifizierte, um Fake-Bestellungen auszuschließen. Mir wurde an der Hotline auch nochmals versichert, dass mein Server in spätestens 10 Tagen am Netz sein wird - mal schauen, ob der Kollege Recht behält. Wenigstens habe ich so (hoffentlich) die Einrichtungsgebührt von 199 EUR noch gespart, denn bis 31.01. gibts die von Serverloft geschenkt. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn das verlängert wird, wie es immer so ist. Natürlich werde ich weiter berichten und den Server dann ausgiebig testen - er soll laut meiner Auswahl mit "Debian 4.0 minimal" bereitgestellt werden. Achja, das nächst größere Modell für 129 EUR im Monat wäre auf Lager gewesen. Aber 50 EUR pro Monat mehr, nur um 10 Tage Wartezeit zu sparen? Nein! Monday, 26. January 2009Plattenfrust geht weiter
Derzeit scheinen es die Festplatten echt nicht gut mit mir zu meinen. Nach dem Seagate-Stress in der letzten Woche inklusive Defekt am Freitag verabschiedete sich gestern direkt die nächste Platte. Und diesmal sogar eine von meinen geliebten und oft angepriesenen Western-Digital Platten der "Raptor"-Serie (SATA mit 10.000 UPM).
Es fing wie immer mit den klassischen "Sector repair" - Meldungen an, bis dann gar kein Lebenszeichen mehr zu vernehmen war: 3w-9xxx: scsi0: AEN: WARNING (0x04:0x0023): Sector repair completed:port=0, LBA=0x77A717. 3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0002): Degraded unit:unit=0, port=0. Wie auf wdc.com zu lesen ist, wurde die "Raptor"-Serie nun von der weiterentwickelten "VelociRaptor"-Reihe abgelöst, die natürlich viel schneller und besser gemacht wurde. Ich muss zugeben, bei WD glaub ich das sogar. Also kaufe ich auch in Zukunft für Server, die mit weniger Plattenplatz auskommen, WD-Raptor Festplatten. Mehr wollte ich damit eigentlich auch gar nicht sagen. Friday, 23. January 2009Seagate's letzte Rache
Welch Ironie! In den letzten Tagen berichtete ich ja mehrfach über die Probleme mit der Seagate-Firmware. Heute früh im Postfach dann die klassische Meldung vom 3Ware-Monitoring-Daemon per Mail und via dmesg auf der entsprechenden Kiste dann diese Loglines:
3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0009): Drive timeout detected:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0002): Degraded unit:unit=0, port=1. 3w-9xxx: scsi0: ERROR: (0x03:0x0101): Invalid command opcode:opcode=0x85. 3w-9xxx: scsi0: AEN: WARNING (0x04:0x0019): Drive removed:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x001A): Drive inserted:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x000B): Rebuild started:unit=0. Auf gut Deutsch heisst das, die eine Platte im RAID1-Verbund hat sich verabschiedet. Standesgemäß laut Murphy natürlich in einem sehr wichtigen Datenbankserver. Klassiker halt. Ich dachte natürlich sofort an den Firmware-Bug. Da aber der Server nachweislich in den letzten 50 Tagen nicht ge-rebootet wurde, kann es das nicht sein. Also beim Dealer des Vertrauens schnell eine Ersatz-HDD (Samsung allerdings, Seagate bleibt derzeit wohl eher im Laden liegen) und ins Rechenzentrum geeilt. Die Last auf dem Server ist seitdem Ausfall kurioserweise gut angestiegen. So war die LoadAvg bisher immer deutlich unter 1.0 - nun sind es 3.x. Warum das genau der Fall ist, weiss ich nicht wirklich. Ist mir bei bisherigen Ausfällen auch nicht aufgefallen. Auf jeden Fall machen auf dem Server (MySql-NDB-Node) die schreibenden Zugriffe (Logging) locker 90% der Plattenzugriffe aus. Auf "normalen" Servern ist ja i.d.R. genau das Gegenteil der Fall. Im Rechenzentrum angekommen packte mich der Wahnsinn - ich zog die defekte Platte während des Betriebes raus und schob die neue Samsung rein. In Erwartung eines Serverabsturzes vergingen bange Sekunden, bis folgende Loglines die Stimmung in Begeisterung umschwenkten: 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x001A): Drive inserted:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x000B): Rebuild started:unit=0. Der 3Ware 9650-SE ist also tatsächlich HotSwap-fähig. Sehr nett, schließlich führten solche Aktionen soweit ich weiss bei den 7000ern und 8000ern zu komischen Effekten bis hin zum Absturz. Nun läuft seit 5 Stunden das Rebuild, erreicht sind aber bisher nur magere 14%. Aber wir haben ja Zeit. Die ausgebaute Seagate-Platte musste sich dann bei uns im "Labor" (siehe Foto) natürlich diversen Tests unterziehen. Während der Short-Test via Seagate's Toolkit "SeaTools" wenigstens noch durchläuft - zwar mit Fehlern - verabschiedet sich die Platte beim Intensivtest direkt und ist erst nach erneuter Stromzufuhr wieder ansprechbar. Klassischer Fall für die Tonne also, in unserem Fall also für die Rekla. Thursday, 22. January 2009Wer will schon noch bei Google arbeiten?
Ok, ganz so schlimm ist es nicht, aber irgendwie ist Google nicht mehr auf Platz 1 der beliebtesten Arbeitgeber in der Fortune-List. Hab mich eh gewundert, warum plötzlich alle bei Google arbeiten wollten. Und, vor Allem, was genau dort eigentlich alle machen wöllten.
Nun ist also NetApp die Nummer 1. Und offenbar eine Würdige dazu, schließlich durfte ich schon diverse NetApp-Mitarbeiter auf Workshops etc. kennenlernen und empfand stets alle als nett und zufrieden. Und deren Produkte sind auch über jeden Zweifel erhaben - Lob muss auch mal sein an dieser Stelle. Wenn man sich dazu noch die tollen Draufgaben wie z.B. 11.390$ einmaliges Kindergeld für Adoptionen oder 5 Tage bezahlten Urlaub für ehrenamtliche Aufgaben anschaut, macht diese Firma einen soliden Eindruck. Die Gehälter stimmen dann mit Sicherheit auch. Achja, die studenten-verheizende Softwareschmiede Microsoft ist übrigens auf #38 - es gibt also immernoch genug Wahnsinnge, die dort gern ihre Brötchen verdienen Da diese Liste nur für Arbeitgeber in den USA gilt, will ich das mal so durchgehen lassen. Andernfalls müsste in der Tat mein Arbeitgeber (den ich hier mal ganz lieb grüßen möchte studiVZ bringt wohl bald echte Social-Integration
In einem durchaus nettem Kommentarplausch (ausgerechnet auf Basicthinking) mit dem neuen, interimsmässigen CTO des studiVZ, Jodok Batlogg, meine ich zwischen den Zeilen herausgelesen zu haben, dass sich auch studiVZ für echte Social-Integrationen wie z.B. von last.fm öffnen wird. Damit könnte der deutsche Facebook-Konkurrent (um es mal freundlicherweise so zu nennen *g*) vielleicht für die Nutzer ähnliche Möglichkeiten bieten, wie Facebook es schon lange tut.
Man darf natürlich gespannt sein, wie genau die eventuelle Einbindung geschehen wird - ich find's jedenfalls gut. Und jetzt kommt mir bitte nicht damit, dass studiVZ eh Mist ist und es kein Mensch benutzt. Das weiss ich nämlich selbst - angemeldet bin ich dort natürlich trotzdem Wednesday, 21. January 2009[UPDATE] Seagate rät zu Dauerbetrieb - neue Firmware weiter fehlerhaft
Um die neuerlichen Seagate-Probleme (ich erwähnte es bereits) in den Griff zu bekommen, schob Seagate eilig eine neue Firmware nach, die man via BootCD aufspielen sollte. Nun wird aber doch lieber wieder davon abgeraten, denn das Laufwerk könnte dadurch eventuell gar nicht mehr ansprechbar sein (was aber dem eigentlichen Problemzustand sehr nahe kommt ...). Abhilfe schafft dann wieder die alte Firmware, wo das Problem ja auch besteht. Man dreht sich also im Kreis
Auf Slashdot hat sich nun auch ein Mitarbeiter zu Wort gemeldet. Jetzt wissen wir zwar etwas genauer, wie die Probleme entstanden sind, eine Lösung bleibt der Kollege (er nennt sich selbst einen "Geek" - gut oder schlecht? Die Chance eines Ausfalls sei indes sehr gering. Um absolute Sicherheit zu bekommen, hat Golem.de den Tipp der Woche von Seagate erhalten: Wenn man alle Möglichkeiten nutzen will, um den laut Seagate sehr seltenen Fall des plötzlichen Ausfalls zu vermeiden, rät der Hersteller, Rechner mit den potenziell gefährdeten Festplatten nicht auszuschalten. Das Phänomen kann nämlich nur beim Einschalten des Laufwerks auftreten.Danke für diesen soliden Tipp. Darauf hätte man doch auch selbst kommen können! [UPDATE] In einem erneuten Feldversuch steht nun (mal wieder) eine heilende Firmware bereit. Siehe Heise-News zum Thema. Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung? Panikmache 2.0?
Ich bin ganz klar gegen die Vorratsdatenspeicherung, war sogar auf einer Demo dagegen und habe Beschwerde beim Verfassungsgericht im Zuge der Sammelklage eingereicht. Irgendwie irritierend find ich trotzdem die Vielzahl an Meldungen, die gestern in der News- und Blogszene zu melden waren. So wird über die Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung im Zuge eines neues BSI-Gesetzes diskutiert, die hier im Detail zu lesen ist (PDF).
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat direkt dazu eine Pressemitteilung herausgegeben, was ich auch sehr begrüße. Weniger schön ist, dass die Mittleitung ein wenig reißerisch geschrieben ist. Prinzipiell ist es ja gut, die Leute zu sensibilisieren und mobil gegen die neuerlichen Einschränkungen in Sachen Datenschutz zu machen, bei den Fakten sollte man aber schon bleiben. In den Kommentaren auf der Protestseite, wo auch die jeweiligen Ansprechpartner aus Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung zu finden sind, wurde das bereits diskutiert. Ich möchte die Punkte hier aber nochmal aufgreifen, um einige Tatsachen richtig zu stellen:
Ich bin mir aber recht sicher, dass eine sehr hohe Prozentzahl der Webserver da draußen seit jeher die IP's mitspeichert (z.B. im Apache-Common Logformat) und nur ein kleiner Prozentsatz davon die Logs regelmäßig löscht. Da keine genaue Prüfung erfolgt, wer wie was speichert, werden mit Sicherheit schon Nutzerprofile usw. erstellt. Einige geben es immerhin gleich zu, so speichert Google die IP's z.B. (natürlich soweit anonymisiert ...) "nur" 9 Monate. Auch die Begründung, StudiVZ, Amazon und Co. könnten dann bessere Nutzungsprofile erstellen, erscheint mir ein wenig sinnfrei zu sein. Dort ist man doch sowieso mit seinem eigenen Account unterwegs, hat also mindestens schonmal eine gültige E-Mail und meistens noch weitere Daten angegeben. Die brauchen also nicht wirklich die IP's, um eventuelle Nutzerprofile zu erstellen. Tuesday, 20. January 2009Schöner loggen mit syslog-ng und Log@min samt Webinterface
Jeder, der mehrere Linux-Server unter seiner Verwaltung hat, kennt sicher das Problem namens Logfiles. Sie fallen zu Dutzenden an und müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Denn ohne diese stetigen Sichtungen blieben die meisten Bugs, Sicherheitslöcher und andere Hard- und Softwareprobleme mit Sicherheit unentdeckt. Während natürlich bei 1-2 Servern locker von Hand die gängigen Logfiles unter /var/log durchgesehen werden können, stellt dies bei beispielsweise 50 Servern ein echtes Problem dar. Denn kein Admin hat Zeit und Lust, hier täglich die Logfiles zu checken und nach Problemen zu schauen.
Aber natürlich gibt es dafür Abhilfe. So steht unter Linux beispielsweise syslog-ng bereit, womit man die Logfiles ohne viel Aufwand auf einen zentralen Loghost lenken kann. Das ist schonmal die halbe Miete, allerdings entsteht hier schnell das Problem mangelnder Übersichtlichkeit. Schließlich kommen bei ein paar dutzend Servern schnell mehrere zehntausend (!) Log-Einträge pro Tag zusammen. Die hat man dann zwar zentral auf einem Server liegen, kann aber anhand der Masse dennoch keine einzelnen Einträge sinnvoll filtern. Glücklicherweise kann man syslog-ng aber recht einfach dazu bringen, die ankommenden Log-Zeilen in eine Datenbank zu schreiben - hier kommt MySql zum Einsatz, andere DB-Server sollten aber ebenso funktionieren. Und weil die Anwendung recht hilfreich ist, stellen wir sie natürlich der Allgemeinheit gern zur Verfügung. Eine detaillierte Anleitung meines Kollegen Ronny Tiebel zur Installation samt Downloads findet sich wie gewohnt drüben im AdminWiki. Fragen und Probleme können hier gern aufgegriffen werden. Monday, 19. January 2009XING's mobile Version frisst meine Nachrichten - Frust pur! Also XING-User (natürlich Premium ... In dieser eher kargen Oberfläche - Website wäre übertrieben - mit übrigens viel zu kleiner Schrift verfasse ich dann sehr mühsam teilweise lange Antworten auf Nachrichten. Anschließend folgt der beherzte, aber bange Klick auf "Absenden". In den meisten Fällen erreicht die Nachricht dann den Empfänger - aber nur in den meisten! In einigen Fällen landet man nämlich auf einer wundervoll weissen Seite, wo nichts mehr passiert (hier rechts im Portrait). Die Nachricht ist dann umsonst gewesen, was sehr frustrierend sein kann. Schließlich kann man mangels Copy&Paste auf dem iPhone (ich vermisse es dauernd ...) den Text vorher nicht in die sichere Zwischenablage kopieren. Auch der Zurück-Button im Browser bringt keine Hilfe, denn damit wird die vorherige Seite neu geladen, in der man dann die Nachricht nochmal verfassen darf. Da dies nun schon mehrfach vorgekommen ist, habe ich direkt mal eine Beschwerde an XING abgesetzt. Schließlich kann man für die monatlich ohnehin unverhältnismäßig hohen Beiträge wohl etwas mehr Stabilität und Komfort erwarten. Bei StudiVZ, was ja bekanntlich für lau (um nicht umsonst zu sagen) ist, kann man sowas schon eher mal verschmerzen. Die Auto-Antwort von XING auf meine Frage kam schonmal zeitnah an - die haben sogar eine OTRS-Installation als Ticketsystem im Einsatz, wie ich dem Mail-Header entnehmen konnte. Also wird Alles gut ... Saturday, 17. January 2009[UPDATE] Seagate Platten mit fehlerhafter Firmware - Diagnose schwierig
Nachdem ich vorhin die schlechten News gelesen hatte, dass Segate Platten diverser Baureihen nach einem Reboot aufgrund Fehlerhafter Firmware teilweise den Zugriff auf die Daten verwehren, habe ich direkt mal einen Blick auf ein paar meiner Server gewagt. Und siehe da, da werkeln jede Menge Seagate-Platten der Barracude ES.2 - Serie in diversen RAID-Konstellationen. Aufschluss darüber gibt in der Regel der installierte RAID-Controller, hier der Web-Output eines Modelles von 3Ware:
![]() Bei diesen SATA-Platten handelt es sich übrigens um die "RAID-Edition", die speziell für den Server- und Dauereinsatz ausgewiesen wird und sogar einige Euro mehr kostet als die normale Version. Seagate bietet auf der Website ein tolles Windows-Tool an, mit dem sich fehlerhafte Platten prüfen lassen. Für die User anderer Betriebssysteme (was zumindest bei Servern ein beachtlicher Teil sein sollte), werden ermuntert, eine Mail mit Seriennnummer, Modellbezeichnung und Firmware-Version an Seagate zu übermitteln. Es stellt allerdings einen nicht unerheblichen Aufwand dar, diese Daten zu erheben. Vor Allem wenn man RAID5- oder 10-Konstellationen mit vielen Platten im Einsatz hat. Da aber keine konkreten Firmware-Versionen aufgeführt werden, die betroffen sind, muss man wohl in den sauren Apfel beißen. Achja, das eventuell fällige und heilende Update lässt sich natürlich auch nur via BootCD einspielen. Ganz tolle Sache, schließlich bedeutet das eine unschöne Downtime für die betroffenen Server. Ganz davon abgesehen, dass ich auch hier davon ausgehe, dass die Platte am RAID-Controller nicht updatebar sind. So bleibt wohl nur der Ausbau (vlt. funzt ja wenigstens teilweise HotSwap?) jeder Platte einzeln und das anschließende Update. Also, liebe Kollegen, prüft eure Server und Desktops (evtl. auch Notebooks) auf Seagate-Ausschussware ... [UPDATE] Unter ge.mine.nu gibt's ein nettes Shellscript, mit dem man seine Platten (auch an 3Ware-Controllern) auf das Problem hin untersuchen kann. Vielen Dank an den Tippgeber via Kommentar ... Friday, 16. January 2009Serverloft goes Presserummel
Gar nicht schlecht drauf, die Kollegen von Serverloft aka Plusserver aka Intergenia (Infolink). Für knapp 47k haben die nun das Basicthinking-Blog gekauft und wollen es weiterführen. Keine schlechte PR-Massnahme, schließlich sind sie damit auf einen Schlag massiv ins Gespräch gekommen (Presse, TV, Blog-Szene). Und wenn man die Preise für die doppelseitigen C'T-Anzeigen mal so mutmaßt, die sie sonst immer schalten, ist das Blog doch ein wahres Schnäppchen gewesen. Deshalb posen sie wohl auch gleich auf ihrer Startseite damit ...
Inwieweit es sich noch lohnt, das Ganze zukünftig zu lesen, wird sich zeigen. Ganz nett scheint deren junger Chef (29 Jahre) jedenfalls zu sein - und die Preise sind auch gut. Vielleicht miete ich mir dort eines Tages mal einen Server, wer weiss? Mensch, jetzt hab ich schon 2x darüber gepostet, obwohl ich das eigentlich explizit nicht supporten wollte. Naja, nächstes Mal Thursday, 15. January 2009Anti-Kinderporno-Filter noch dieses Jahr
Unsere liebe Familienministerin hat es geschafft: Der Anti-Kinderporno-Filter für das Internet kommt wohl noch in diesem Jahr bei allen ISP's zum Einsatz. Damit sollen dann Zugriffe auf dem BKA bekannte Kinderporno-Seiten verhindert werden. Inwieweit dann auch gleich IP & Co. ans BKA gehen, ist bisher noch nicht bekannt.
Dass Kinderporno-Seiten vom Netz müssen bzw. deren Betreiber bestraft, ist klar. Ob allerdings ein weiterer Einschnitt in die Surf- und Freiheitsgewohnheiten der Bundesbürger dazu der rechte Weg ist, bezweifel ich. Denn mit diesem recht mächtigen Instrument ist es dem BKA bzw. der Regierung dann natürlich möglich, jede beliebige Seite zu filtern und eventuell sogar die personenbezogenen Daten wie IP's der potentiellen Besucher herauszufinden. Was man mit derartigen Mitteln so machen kann, sieht man beispielsweise an China. Ob diese Massnahmen auch wirklich helfen und die Kriminalität nachweislich senken, darf ebenfalls bezweifelt werden. Mit Kanonen auf Spatzen - Basicthinking sprengt alle Rekorde
Derzeit ist ja das Blog von Robert Basic in aller Munde. Schließlich verkauft er das Ding aktuell bei eBay und wird dafür mindestens 26k EUR bekommen (Auktion läuft aber noch). Durch die Medienbereichte auf den großen News-Webseiten und neuerdings sogar im TV (alles in seinem Blog nachzulesen) scheint die Wordpress-Installation massiv an ihre Grenzen geraten zu sein. Bisher wurde das Blog offenbar bei STRATO gehostet, wahrscheinlich sogar auf einem Sharded-Hosting-Account.
Die Gunst der Stunde bzw. der enormen Bekanntheit des Blogs hat direkt Plusserver.de genutzt und ihm (wohl für lau) spontan 2 Server bereitgestellt, die die enorme Last abfangen sollen. So eine Wordpress-Installation ist nämlich nicht besonders zimperlich, was Ressourcen angeht (ebenso wie die meisten anderen Blog-Engines) und verschlingt jede Menge Ressourcen durch diverse SQL-Querys und natürlich PHP-Parsing. Die gigantische und meiner Meinung nach deutlich überdimensionierte neue Hardware wird hier wie folgt beschrieben: - Intel Xeon E5345 2x QuadCore 2,3 GHzDas Ganze verteilt auf 2 Server, wobei einer aber nur als (Hot-)Standby Gerät sein Dasein fristet. Die MySql-DB wird dabei repliziert. Der eine Server scheint mit der Last bisher auszukommen, allerdings hätte hier wohl die Abkopplung der DB auf den 2. Server mehr Sinn gemacht. Mit der aktuellen Hardware könnte man wahrscheinlich dutzende solcher Blogs betreiben. Aber die Kollegen von Plusserver haben wohl - ähnlich wie wir hier - genug Hardware rumliegen. Mensch, da hätte ich doch auch werbewirksam das Basicthinking-Blog hosten können, oder? Verdammt! Nun muss ich wohl meine letzten Euro's bei der Aktion verprassen, um dann nicht zu wissen, was ich mit einem weiteren Blog anfangen soll.
(Seite 1 von 2, insgesamt 28 Einträge)
» nächste Seite
|
SucheImpressumArchiveKategorien |
Kommentare