Thursday, 17. June 2010
Eigentlich wollte ich ja gar kein iPad haben, nachdem meine ersten Eindrücke ja eher nicht so ideal waren. Dennoch war ich natürlich als Fanboy und Technikfan prinzipiell erstmal daran interessiert, so ein Teil live zu testen.
Nachdem nun beim lokalen Apple-Reseller mehrere Geräte rumlagen und er auch noch eins (wirklich nur eins mit 3G!) mit 16GB, WiFi und 3G rumliegen hatte, griff ich spontan zu. Allerdings nur, weil ich mir zu 100% sicher war, notfalls bei eBay oder gar im Bekanntenkreis den Kaufpreis locker verlangen zu können. Denn mit der Verfügbarkeit sieht es immernoch eher schlecht aus. Eine O2 Microsim gabs gleich dazu, Prepaid für 15€/Monat 1GB Traffic. Das reicht locker zu, da das iPad wohl eher selten grosse Downloads machen wird. Ansonsten habe ich noch eine Lederhülle, sonst kein weiteres Zubehör.
Die größte Frage war aber, was soll ich eigentlich mit dem Ding? Nach gut 2 Wochen weiß ich es jetzt: Fast Alles, was ich vorher mit dem MacBook Pro abends auf der Couch gemacht habe. Denn mit dem iPad kann man echt genial seine Blogs und News lesen, Twitter bzw. Facecook verfolgen etc. Selbst lange Mails oder Blogposts wie diesen kann man damit halbwegs flott und komfortabel tippen. Klar, manchmal nervt die Auto-Korrektur wie auf dem iPhone, meist hilft sie aber und es geht angenehm schnell.
Überrascht bin ich auch von den teilweise echt genialen Games für das iPad. Pinball HD oder Multipong (zu 2. an einem iPad) machen jede Menge Spaß. Selbst so seriöse Sachen wie Banking sind dank iOutbank locker und grafisch ansprechend machbar. Videos gehen auch, dank HTML5 funktionieren jetzt auch immer mehr embedded Videos wie z.B. auf SPON. Mit der Sky-App konnte ich sogar schon ein WM-Spiel live auf dem iPad verfolgen. Mit dem Display und der hohen Auflösung macht das auch echt Spaß. Leider spiegelt das Display doch recht stark, so dass man draußen nicht viel sieht. Außer die vielen Abdrücke der Fettfinger natürlich
Bleibt zu sagen, dass ich doch recht angetan vom iPad bin und es wohl erstmal behalte. Es gibt doch mehr Einsatzmöglichkeiten, als ich dachte und die Games machen echt Laune. Klar ist der Preis eigentlich zu hoch, zumal ich bestimmt nochmal 40-50€ für Apps investiert habe. Das Gerät stopft dennoch eine Lücke, deren Existenz mir bisher nicht bekannt war. Allerdings vermisst man hier Multitasking massiv, denn Jabber oder ICQ hätte ich gern dauerhaft im Hintergrund offen. iOS4 für das iPad soll leider erst im Herbst kommen, dann aber mit MT wie auf dem iPhone bzw. hoffentlich sogar besser.
Die Performance ist übrigens mehr als gut. Die Apps fliegen nur so auf und alles reagiert sehr sehr flott. Der A4 Prozessor ist offenbar sehr potent. Und auch sparsam, der Akku geht einfach nicht runter. Ich komme bei moderater Benutzung mehrere Tage mit einer Ladung aus, selbst wenn teilweise 3G aktiv ist. Ein Ladevorgang dauert allerdings recht lange, obwohl ein spezielles Netzteil mit 10W beiliegt.
Es gibt also doch etwas zwischen dem Macbook Pro und dem iPhone: das iPad.
Wednesday, 16. June 2010
Gestern hat uns Apple mit dem Update auf OS-X 10.6.4 beglückt, wo es wohl hauptsächlich um zahlreiche Sicherheitsupdates sowie einige kleine Verbesserungen ging. Neue Feautures sind mir zumindest noch nicht direkt aufgefallen.
Beim Start der Mail.app wird allerdings die komplette Mail-DB aktualisiert. Das ging dank SSD rasend schnell bei mir. Leider erschien danach der Hinweis, dass Growlmail nicht mehr funktioniert. Das lässt sich aber relativ einfach beheben:
Zuerst Mail.app beenden, dann den Ordner GrowlMail.mailbundle von ~/Library/Mail/Bundles/Bundles (deaktiviert)/ nach ~/Library/Mail/Bundles/ verschieben. Anschließend sind noch folgende 2 UUIDs zu den SupportedPluginCompatibilityUUIDs hinzuzufügen: defaults write ~/Library/Mail/Bundles/GrowlMail.mailbundle/Contents/Info SupportedPluginCompatibilityUUIDs -array-add "E71BD599-351A-42C5-9B63-EA5C47F7CE8E"
defaults write ~/Library/Mail/Bundles/GrowlMail.mailbundle/Contents/Info SupportedPluginCompatibilityUUIDs -array-add "B842F7D0-4D81-4DDF-A672-129CA5B32D57" Anschließend sollte GrowlMail wieder wie vorher funktionieren. Besten Dank an langui.sh für den Hinweis, dort gibt es übrigens auch ein fertig gepatchtes Bundle zum Download, falls ihr keine Lust habt, die 2 Befehle im Terminal auszuführen
PS: Safari ist natürlich, wie bei jedem Update, auch wieder schneller geworden! 
PPS: Die UUIDs für den Fix in 10.6.7 findet ihr in den Kommentaren!
Tuesday, 15. June 2010
Vor einiger Zeit erhielten wir im Rahmen einer Vertragsverlängerund ein Belkin KFZ-Set von T-Mobile als tolle "Zugabe". Das Set beinhaltet ein Ladegerät für das KFZ, eine Displayschutzfolie für das iPhone, einen 1.8m langen Klinkenstecker sowie eine Saughalterung für die Frontscheibe. Die Telekom verkauft das Set für 49 EUR.
Da wir das Set nicht benötigen, verschenken wir es an einen unserer Leser. Hinterlasst dazu in den Kommentaren einfach bei Interesse eine kurze Info. In 14 Tagen ermitteln wir per Zufallsscript einen Gewinner und kontaktieren diesen dann per Mail. Viel Spaß
Wir fänden es natürlich toll, wenn ihr auch tatsächlich ein iPhone habt und den Spaß dann nicht hinterher bei eBay reinstellt...
UPDATE
Via SQL-Query wurde soeben parkrocker als Gewinner ausgelost und informiert:
mysql> select timestamp,author,email from blog_comments where entry_id = 319 and email <> '' order by rand() limit 1 ;
+------------+------------+------------------------+
| timestamp | author | email |
+------------+------------+------------------------+
| 1276734216 | Parkrocker | (bekannt) |
+------------+------------+------------------------+
1 row in set (0.00 sec)
Monday, 14. June 2010
Wie ich schon vor einiger Zeit berichtet hatte, bin ich mit Time Machine bzw. der Time Capsule von Apple sehr zufrieden. Vor ein paar Tagen gab es allerdings ein merkwürdiges Softwareupdate namens "Updates für das Time Capsule-Backup", welches ich natürlich ohne weitere Nachforschungen installierte.
Sinnloserweise erschien anschließend folgende Meldung bei mir auf dem Schirm, die mich doch sehr verwirrte:

Nachdem ich erst ein paarmal "Back Up Later" angeklickt hatte, die Meldung jedoch bei jedem auszuführenden Backup erneut kam, musste ich dann heute doch mal "Start New Backup" klicken. Es kam, wie es kommen musste, mein komplettes MacBook Pro wurde erneut intitial gesichert. Dass dieser Vorgang gut 4h bei nahezu 100% CPU-Last unter lautem Lüfter-Lärm stattfand, war schon ärgerlich genug. Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass ich damit ALLE alten Backups verloren habe. Time Machine zeigt mir jetzt keinerlei alte Files mehr an, nur noch die Backups von heute. Was bitte soll denn das, liebe Apple-Freunde? Sehr frustrierend ehrlichgesagt. Apple beschreibt den Spaß auch in einem Artikel, Hilfe oder gar eine Erklärung gibt es jedoch nicht.
Seltsamerweise blieb mein Kollege bzw. dessen MBP bisher von diesem Update verschont. Wohl deshalb, weil er zu Hause keine Time Capsule hat (im Gegensatz zu mir) und wie hier in der Firma auf eine Synology Disk Station sichern, die Time Machine bzw. die Time Capsule sowie das AFP-Protokoll emuliert.
Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar, was dieses Update soll und warum meine bisherigen Backups der letzten 8 Monate deswegen gelöscht wurden.
Update
Das Problem scheint beim Backup auf der "echten" Time Capsule nicht aufzutreten, hier war es zumindest bisher nicht nötig, ein komplettes Vollbackup erneut zu erstellen. Es stellt sich also so dar, als ob dies nur auf "fremden" NAS-Netzwerkfreigaben (ich berichtete) und nicht auf Apple Time Capsules nötig wäre. Dennoch mehr als nervig, dass ich jetzt im Büro (wo ich auf NAS und nicht auf eine Time Capsule sichere) keine alten Backups mehr habe.
Thursday, 10. June 2010
Mein Mini-Laptop Sony Vaio TZ31WN ist wirklich praktisch, leicht und gut verarbeitet. Seine Haupteigenschaft war aber bis gestern, dass er nahezu unbenutzbar langsam war. Grund dafür war die Tatsache, dass in dem kleinen Gerät eben nur eine 1,8" Festplatte von Toshiba mit 4200UPM werkelte - Datenraten von um die 10 MB/sec und eine massiv langsame Seektime taten ihr Übriges.
 Mit Windows war das Gerät trotz 2GB RAM nahezu unbenutzbar (Vista und Win7 wurden getestet), aber auch mit dem aktuellen Ubuntu 10.04 LTS machte die Arbeit keinen Spaß. Zwar ging der Boot schon etwas schneller als unter Windows, sobald man aber Programme startete, war es aus. So konnte man schonmal nur für den Start von Firefox gefühlt 2 Minuten veranschlagen..
Daher keimte in mir schon länger die Entscheidung, eine SSD einzubauen. Leider war die Auswahl sehr begrenzt, was am Formfaktor und dem benötigten ZIF-Anschluss lag. Im Grunde gab es nur einen einzigen Kandidaten, nämlich die "RunCore 64GB Pro 1,8" 5mm PATA ZIF SSD". Die 64GB Variante kostete stolze 240 EUR. Zu beschaffen war die SSD dann auch nur sehr schwierig, kaum ein Webshop hat dieses spezielle Platte im Angebot. Nach einiger Recherche wurde die Platte dann aber doch auf notebook.de gefunden und bestellt.
Der Einbau war dann ein echtes Highlight. Nachdem ich schon beim Einbau einer SSD in mein MacBook Pro den Eindruck hatte, dass das relativ umständlich war, grenzte der Einbau in den Vaio an eine äußerst komplexe Operation. Der Gehäuseboden war durch diverse Schrauben gesichert, einige davon sogar unter Plastikabdeckungen, die sich nur schwer lösen ließen. Am schlimmsten war jedoch die Tatsache, dass die Scharniere am Display teils gelöst werden mussten, um die Bodenplatte ganz abzuheben. Nach vielen Versuchen ließ ich dies aber bleiben und begnügte mich mit der "Klapp-Lösung" (siehe Bild) - weiter bekam ich das Gerät einfach nicht geöffnet. Zum Glück ließ sich die alte HDD aber so auch schon halbwegs einfach durch die neue SSD ersetzen. Die ganze Aktion dauerte eine gute Stunde und konnte nur dank der Hilfe eines Kollegen durchgeführt werden.
Glücklicherweise wurde die SSD vom BIOS auch direkt erkannt, so dass ich das Gehäuse endlich wieder schließen konnte. Anschließend wurde Ubuntu 10.04 LTS neu installiert, wobei der Geschwindigkeitsvorteil direkt spürbar wurde. Beim Boot etc. macht sich die SSD ebenso positiv bermerkbar wir beim Öffnen von größeren Programmen (Stichwort: OpenOffice.org). Natürlich kann die kleine SSD hier nicht ansatzweise mit der 2,5" von Intel mithalten, die ich im MacBook verbaut habe (~237MB/sec lesend), mit guten ~76MB/sec (getestet via dd und hdparm) und deutlich besseren Zugriffszeiten gegenüber der alten Toshiba-Platte kann man aber mit dem kleinen Vaio jetzt halbwegs vernünftig arbeiten. Jetzt ist der Schwachpunkt eher die Core2Duo Dualcore-CPU mit nur 1,2GHz.
|
Kommentare