Eigentlich wollte ich ja gar kein iPad haben, nachdem meine ersten Eindrücke ja eher nicht so ideal waren. Dennoch war ich natürlich als Fanboy und Technikfan prinzipiell erstmal daran interessiert, so ein Teil live zu testen.
Nachdem nun beim lokalen Apple-Reseller mehrere Geräte rumlagen und er auch noch eins (wirklich nur eins mit 3G!) mit 16GB, WiFi und 3G rumliegen hatte, griff ich spontan zu. Allerdings nur, weil ich mir zu 100% sicher war, notfalls bei eBay oder gar im Bekanntenkreis den Kaufpreis locker verlangen zu können. Denn mit der Verfügbarkeit sieht es immernoch eher schlecht aus. Eine O2 Microsim gabs gleich dazu, Prepaid für 15€/Monat 1GB Traffic. Das reicht locker zu, da das iPad wohl eher selten grosse Downloads machen wird. Ansonsten habe ich noch eine Lederhülle, sonst kein weiteres Zubehör.
Die größte Frage war aber, was soll ich eigentlich mit dem Ding? Nach gut 2 Wochen weiß ich es jetzt: Fast Alles, was ich vorher mit dem MacBook Pro abends auf der Couch gemacht habe. Denn mit dem iPad kann man echt genial seine Blogs und News lesen, Twitter bzw. Facecook verfolgen etc. Selbst lange Mails oder Blogposts wie diesen kann man damit halbwegs flott und komfortabel tippen. Klar, manchmal nervt die Auto-Korrektur wie auf dem iPhone, meist hilft sie aber und es geht angenehm schnell.
Überrascht bin ich auch von den teilweise echt genialen Games für das iPad. Pinball HD oder Multipong (zu 2. an einem iPad) machen jede Menge Spaß. Selbst so seriöse Sachen wie Banking sind dank iOutbank locker und grafisch ansprechend machbar. Videos gehen auch, dank HTML5 funktionieren jetzt auch immer mehr embedded Videos wie z.B. auf SPON. Mit der Sky-App konnte ich sogar schon ein WM-Spiel live auf dem iPad verfolgen. Mit dem Display und der hohen Auflösung macht das auch echt Spaß. Leider spiegelt das Display doch recht stark, so dass man draußen nicht viel sieht. Außer die vielen Abdrücke der Fettfinger natürlich
Bleibt zu sagen, dass ich doch recht angetan vom iPad bin und es wohl erstmal behalte. Es gibt doch mehr Einsatzmöglichkeiten, als ich dachte und die Games machen echt Laune. Klar ist der Preis eigentlich zu hoch, zumal ich bestimmt nochmal 40-50€ für Apps investiert habe. Das Gerät stopft dennoch eine Lücke, deren Existenz mir bisher nicht bekannt war. Allerdings vermisst man hier Multitasking massiv, denn Jabber oder ICQ hätte ich gern dauerhaft im Hintergrund offen. iOS4 für das iPad soll leider erst im Herbst kommen, dann aber mit MT wie auf dem iPhone bzw. hoffentlich sogar besser.
Die Performance ist übrigens mehr als gut. Die Apps fliegen nur so auf und alles reagiert sehr sehr flott. Der A4 Prozessor ist offenbar sehr potent. Und auch sparsam, der Akku geht einfach nicht runter. Ich komme bei moderater Benutzung mehrere Tage mit einer Ladung aus, selbst wenn teilweise 3G aktiv ist. Ein Ladevorgang dauert allerdings recht lange, obwohl ein spezielles Netzteil mit 10W beiliegt.
Es gibt also doch etwas zwischen dem Macbook Pro und dem iPhone: das iPad.
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Aufgenommen: Jun 17, 15:11