Thursday, 11. December 2008saturn.de und mediamarkt.de mit XSS-Löchern
Zur Weihnachtszeit stehen Technik-Artikel natürlich oft wieder ganz oben auf der Wunschliste. Bei meinen abendlichen Surfsessions landete ich gestern dann irgendwann auf mediamarkt.de und auch saturn.de. Als Gag versuchte ich mal dann einfach mal, ein Formular via XSS zu manipulieren. Und siehe da, es funktionierte
Die Unternehmen tun also auch hier gut daran, die Fehler schnellstens zu beheben. Ich habe natürlich jeweils den Webmaster darüber informiert, eine Antwort steht bisher noch aus. Mal schauen ob hier mehr Kompetenz im Spiel ist, als damals bei der XSS-Lücke auf Tchibo.de Wordpress 2.7 erschienen, nett nett
Ich bin ja, zumindest hier auf dem admin-blog.com, eingefleischter Serendipity (aka S9Y) - User. Das wird wohl auch so bleiben. Dennoch offenbart ein Blick über den Tellerrand auf das neue Wordpress 2.7 einige interessante Neuerungen. Besonders sticht mir da die neue Update-Funktionalität ins Auge. So kann man seit Wordpress 2.7 auf neue Versionen künftig upgraden, ohne erst per FTP/SCP ein Zipfile hochladen zu müssen bzw. es zu entpacken. Das geschieht nun alles on-the-fly direkt auf dem Webserver. Ebenso bei Plugins inklusive deren initialer Installation.
Als S9Y-User kennt man das ja von S.P.A.R.T.A.C.U.S. Auf dem Dashboard lässt sich nun der Content noch besser verschieben, anordnen usw. - ob man diese Sachen bzw. das Dashboard generell braucht, muss man selber wissen. Ich habs noch nicht vermisst Hier noch ein Feauture-Film (sogar in HD, wow!) von wordpress.org, der das Neue optisch ansprechend zusammenfasst: Wednesday, 10. December 2008Google Zeitgeist 2008 - wie immer ein Witz
Google veröffentlichte unlängst "Zeitgeist 2008", wo sich die populärsten Suchbegriffe und einige weitere Informationen über das Suchverhalten von uns Allen bei der größten aller Suchmaschinen weltweit nachlesen lassen. So kann man sehen, welche Begriffe zu den Themen News, Bücher oder auch Nachrichten am häufigsten gesucht worden sind. Dabei scheint es Google wenig zu stören, dass 2008 ja noch ganze 21 Tage voller Suchanfragen zu bieten hat. Inwieweit eventuelle Änderungen noch berücksichtigt werden, ist daher unklar.
Hier also die Top 10 von google.de für 2008: 1. ebay Da sieht man mal wieder, dass fast nur totaler Schrott dabei ist! Oder dass die Mehrheit der User im Netz überhaupt keine Ahnung hat. Wie kann denn bitte der Begriff "google" auf Platz 5 der häufigsten Google-Suchen sein? Es ist offenbar wirklich so, dass für viele Leute Google "das Internet" ist. Solche Banalsuchen wie "ebay" oder "wikipedia" beweisen imho ebenfalls, dass viele User nicht in der Lage sind, URL's direkt in die Browserleiste einzugeben oder schlichtweg gar nicht wissen, dass dies überhaupt geht. Anstatt ebay.de aufzurufen, wird google.de aufgerufen und dort dann ebay eingegeben. Eventuell ist auch die Google-Autosuche bei Firefox und Co. schuld. Schließlich reicht es hier, einfach "ebay" in das URL-Eingabefeld zu klimpern und man landet via Google "auf gut Glück" bei ebay.de So richtigen Sinn ergibt für mich eigentlich keiner der Begriffe in den Top10. Von mir kommt zumindest kein einziger Aufruf dieser Begriffe ... Gewisses Unbehagen im Hinblick auf Google's "Datensammlerwut" löst bei mir auch der folgende Passus von der Zeitgeist-Seite aus: "All of the search queries we studied are anonymous - no personal information was used." Tuesday, 9. December 2008Alice nervt mit alternativer 404-Seite trotz Abschaltung
Vor einigen Wochen bemerkte ich, dass mein DSL-Anbieter Alice (aka Hansenet) eine eigene 404-Landing-Page in Betrieb hat und alle Clients zwangsweise bei einem HTTP 404 darauf umleitet. Man wird dann bei Eingabe einer nicht vorhandenen auf eine Suchseite von Alice und, was noch viel schlimmer ist, AOL umgeleitet.
Natürlich möchte ich diesen Service nicht haben, da ich selbst entscheiden möchte, was ich wann im Netz sehe. Daher habe ich bereits damals direkt im Alice-Kundencenter diese Funktion abgeschaltet. Nach der Bestätigung dauerte es zwar noch einen Tag bzw. bis zur nächsten Einwahl, dann funktionierte es aber. Ich sah endlich wieder normale 404-Meldungen. Doch heute hatte ich plötzlich wieder diese nervige Alice-Seite statt einem 404 auf dem Schirm. Offenbar hat sich die liebe Alice wohl gedacht, den Spaß bei mir wieder aktivieren zu müssen. Meiner Meinung nach eine absolute Frechheit, schließlich habe ich diesen Dienst explizit abbestellt. Sollte das nochmal passieren, werde ich wohl den Provider wechseln. Ich komme mir vor wie ein AOL-DAU, der an die Hand genommen werden soll. Zumal mir die "weiteren Suchvorschläge" vorkommen wie Textwerbung. Was soll denn bitte das Wort "partnersuche" mit meiner Test-URL "www.eine404seite.de" zu tun haben? Einfach nur peinlich ... ![]() Hier mal ein HTTP-Request mit anschließender 302-Antwort von Alice anstatt dem 404 vom eigenentlichen Webserver (wenigstens Unix *g*): GET / HTTP/1.1 Monday, 8. December 2008Novatron IAMM NTD37HD: Teurer Deko-Artikel, mehr nicht!
Schon öfter habe ich mich über irgendwelche Technik-Einkäufe geärgert, selten aber so sehr wie beim Novatron IAMM NTD37HD. Das Ding ist einfach nur der letzte Schrott. Nun scheint sogar die Entwicklung eingestellt worden zu sein, zumindest gabs trotz zahlreicher Bugs seit einer Weile keine neue Firmware mehr (1.18 habe ich selbst aufgespielt), das Forum auf hdd-player.de ist auch mehr oder weniger tot und war bisher meine letzte Hoffnung auf Besserung. Immerhin haben bei mir bereits mehrere Fimware-Updates funktioniert, im Forum berichten allerdings auch mehrere User über den anschließenden Tot ihrer Geräte.
Der Grundgedanke des Geräts ist dabei ansich nicht schlecht, soll es doch als vollwertiger HD-Mediaplayer für alle möglichen Video- und auch Musikformate dienen. Dank eingebautem Display braucht man z.B. für die MP3-Wiedergabe nichtmal den TV anzuschalten. Außerdem verfügt es dank einzubauender Festplatte (bei mir 500GByte), USB-Anschlüssen und LAN/WLAN-Support über genügend Möglichkeiten, Dateien von den diversesten Quellen abzuspielen. Angeschlossen wird das TV Gerät idealerweise via HDMI. Soweit die Theorie. ![]() In der Praxis funktioniert davon leider nicht sehr viel. Es fängt schon damit an, dass man keine Streams aus dem Netz hören kann, was ich sehr ärgerlich finde. Schließlich ist es mit LAN/WLAN doch eigentlich hervorragend dafür geeignet. Schlimmer ist noch, dass man nur entweder LAN oder WLAN nutzen kann - es ist unmöglich, beide Schnittstellen getrennt voneinander zu konfigurieren. Allein diesen Fakt finde ich schon mehr als ärmlich. Die Videowiedergabe funktioniert ganz gut, was normale DIVX- und XVID-Filme angeht. Auch die Tonspur wird via optischem Ausgang problemlos an die Anlage weitergeleitet. Bei DTS bleibt allerdings regelmäßig der Ton "stehen", nur das Bild läuft weiter. Da hilft dann nur kurz PAUSE zu drücken und dann wieder PLAY. Tolle Sache. HD-Filme als MKV machen auch Probleme. So kann man oft nicht spulen, dann bleibt das Gerät einfach mal so stehen. Auch mitten im Film. Man muss teilweise den Stromstecker am Gerät ziehen, da es auf keinerlei Eingabe mehr reagiert. Hinzu kommt, dass es bei keinem Film möglich ist, die enthaltenen Untertitel anzuzeigen. Das macht viele Filme auf dem NTD einfach unschaubar. Größere Files in 1080p-Auflösung können auch schonmal ruckeln, evtl. ist hier der interne Prozessor zu schwach. Ich muss auch bei jedem Start des Gerätes den TV-Ausgang neu auf HDMI einstellen, da er immer wieder auf der Grundeinstellung steht. Das kann auch schonmal eine Minute dauern, da entweder Gerät oder Fernbedienung nicht so recht reagieren. Die Musikwiedergabe von MP3's funkltioniert soweit ganz gut. Allerdings ist die Navigation mit dem Display nicht wirklich toll. Oft bleibt man in Menü's hängen und kommt nicht wieder so richtig zurück. Auch die Fernbedienung schafft keine Abhilfe, zumal der NTD hin und wieder einfach nicht reagiert. Zu späterer Stunde bei niedrigem Soundlevel nervt der Lüfter im Gerät auch ein wenig, da er aufgrund des kleinen Durchmessers (40mm?) eine zu hohe Drehzahl hat. 399 EUR sind jede Menge Lehrgeld, nochmal kaufe ich mir definitiv kein Multimedia-Gerät, was ich nicht irgendwo mal live gesehen oder idealerweise getestet habe ... Immerhin kann man es ganz gut als externe Festplatte nutzen, wenn man es permanent via USB mit dem HTPC verbunden lässt Für das Geld ist der Support bzw. die unausgereifte Firmware dennoch einfach nur eine Frechheit. Friday, 5. December 2008Etwas RAM muss schon sein - der Preis ist heißAktuell lohnt es sich, Server, Notebooks und Desktop-PC's mit ordentlich RAM auszustatten. 1 GB ist derzeit schon für rund 10 EUR zu haben. Vor einiger Zeit hat man dafür noch gut das Zehnfache hingelegt. Da wundert es kaum, dass Speicherhersteller in der Problemzone arbeiten, machen sie doch bei jedem verkauften Riegel zumindest ein paar Cent Verlust. Hier rechts sehen wir einen Server mit 64 GByte ECC Reg. (Fully Buffered) RAM. Das hätte vor 2 Jahren locker noch 10.000 EUR gekostet, und zwar nur der RAM. Heute gibts dafür schon ein komplettes System inkl. RAID-Controller, Xeon QuadCore und Platten ... Ich bin auf jeden Fall gespannt, wo diese Entwicklung hingeht. Wahrscheinlich werden einige Hersteller (wie vielleicht leider Quimonda) auf der Strecke bleiben. Die Preise müssen sich zumindest wieder normalisieren, so dass eine profitable Produktion möglich ist. Achja, bitte die Limitationen des OS dabei nicht vergessen. In einem 32-Bit OS (normales XP oder Vista) lohnen mehr als 4 GByte nicht wirklich (eigentlich nichtmal die). Mit einem 64-Bit Windows kann man locker bis zu 128 GByte reinstecken. Siehe auch MS-Support. Unter Linux sollte man darauf achten, ebenfalls eine 64-Bit-Version zu installieren, wenn man viel RAM im System hat (von 2 bis 4GByte klappts noch mit einem 32Bit-Kernel mit Highmem-Support). Ich hab dafür überall Debian AMD64 samt *-amd64 - Kernel laufen. Derzeit lautet für Konsumenten also die klare Empfehlung: RAM kaufen Wednesday, 3. December 2008Machine Check Exception unter Linux automatisiert verarbeiten
Hin und wieder schleichen sich nicht nur in Programmen, sondern auch in der Hardware Fehler ein, die es zu erkennen gilt. Linux reagiert in solchen Fällen meist mit einer Kernel-Meldung (zu sehen via dmesg) wie beispielsweise dieser hier:
[1437691.115778] Machine check events loggedDas sagt leider nicht wirklich viel aus darüber, was da nun eigentlich los ist bzw. los war. Sofern der Server noch stabil läuft, gibt es nicht gleich Grund zur Panik! Mit dem Tool mcelog kann man sich dann allerdings die gespeicherte Fehlermeldung ausgeben lassen. Das sieht dann z.B. so aus: MCE 0Hier sehen wir immerhin, dass es sich um ein Hardwareproblem handelt, in diesem Falle hatte offenbar der Speicher ein Problem. Da das Problem aber hier nur einmal auftrat und seitdem nie wieder, bin ich noch nicht tätig geworden. Sollten derartige Fehler allerdings periodisch oder gehäuft auftreten, sollte man die Hardware austauschen bzw. auf Fehler prüfen, z.B. mit memtest. Es ist allerdings natürlich sehr mühsam, auf dutzenden Servern permanent dmesg oder mcelog von Hand auszuführen. Aus diesem Grund hat mein Kollege ein kleines Script geschrieben, welches uns die Arbeit abnimmt. Als Cronjob laufend prüft es periodisch die Ausgabe von dmesg auf beliebig vielen Servern und meldet im Falle von neuen MCE's per Mail die Ereignisse. Dies ist überaus nützlich, zumal normalerweise jede MCE nur einmal aufrufbar ist. Nachdem mcelog einmal ausgeführt wurde, ist der Puffer nämlich sonst wieder leer. Das Tool samt einer ausführlichen Anleitung gibts drüben im Adminwiki - Rückfragen können gern auch hier gestellt werden ... Monday, 1. December 2008MIME-Bug in Firefox unter Linux entdeckt
Ich habe heute eine Upload-Funktion mit PHP gebaut, da fiel mir auf, dass Firefox 3.0.4 seltsamerweise ab und zu PDF's mit dem MIME-Typ "text/html" versieht. Dies ist natürlich nicht korrekt, denn PDF's sollten den Typ "application/pdf" besitzen. Leider kann ich nicht sagen, wann genau dies geschieht bzw. warum. An einem bestimmten PDF liegt's nicht, ich habe es mit unterschiedlichen Daten versuch
Im Opera unter Ubuntu sowie Firefox 3.0.4 und IE unter Windows funktioniert das gleiche Script problemlos, d.h. der MIME-Typ wird dort korrekt dargestellt. Um einen Fehler im Distributions-Firefox von Ubuntu auszuschließen, habe ich nochmal den Firefox direkt von mozilla.com versucht - das selbe Problem, allerdings auch nur zeitweise und nicht direkt reproduzierbar. Derzeit scheint mozilla.com bzw. https://bugzilla.mozilla.org/ nicht erreichbar zu sein (wenn man's schonmal braucht ...). Sobald die Seiten wieder da sind, werde ich dieses Problem reporten. Das Uploadscript muss ich derweil wohl oder übel anpassen, so dass es von Linux-Clients auch Files vom Typ "text/html" annimmt. Sonst macht zumindest die MIME-Prüfung beim Upload keinen richtigen Sinn mehr ... Das lokale System bzw. das Test-PDF scheinen auch in Ordnung zu sein: rob@robtop:~$ cat /etc/mime.types | grep pdf MySql - Wirrwarr um die Version 5.1
Was ist denn bei MySql/Sun eigentlich los? Erst wird hastig die GA (Generally Available) von Version 5.1 (aka 5.1.30-RC) released, also die Version für den produktiven Einsatz, dann meckert Monty auch noch öffentlich über die falsche Release-Politik und die Arbeitsbedingungen bei Sun rum.
Ich muss zugeben, ich war selbst auch verwundert über plötzliche Veröffentlichung der 5.1.30 als GA, schließlich sind noch rund 20 offene Bugs im Bugtracker zu finden. Dennoch läuft die 5.1 seit Version 5.1.22-RC bei mir im Produktiveinsatz, und das inzwischen (mit der 5.1.29-RC) auch recht stabil. Anfangs gabs zwar 1-2 Bugs, die mir negativ auffielen, die sind aber inzwischen allesamt behoben. Sowohl im Single-Betrieb mit mysqld und MyISAM-Tabellen als auch im Cluster-Betrieb (ndb_mgm und ndbd) kann ich keine echten Probleme mehr feststellen - auch unter starker Last nicht. Insofern scheint mir die Kritik etwas überzogen zu sein - obwohl Monty wahrscheinlich weiss, was er schreibt. Er steckt schließlich ganz gut in der Materie drin. Im Oktober hatte erst MySql-Mitbegründer David Axmark gekündigt, da er sich in einem Großunternehmen wir Sun nicht mehr wohl fühlte. Ich kann es ihm nachfühlen ... Saturday, 29. November 2008Tux auf dem iPhone
Eben las ich die für mich als Linuxfan freudige Nachricht, dass nach dem iPod (ipodlinux.org) auch das iPhone mit Linux läuft. Zwar läuft es nur sehr puristisch, d.h. keine Treiber für WLAN, den Touchscreen, Bluethooth usw. - aber es läuft immerhin, wie man auf dem Video sehen kann. Und dank Bootloader kann man jederzeit wieder auch die normale Apple-Firmware booten, ohne vorher technischen Aufwand betreiben zu müssen.
Generell ist es ziemlich cool, Linux auf alle möglichen technischen Plattformen zu portieren. Natürlich stellt sich die Frage nach dem Sinn, benutzbar wird wohl in diesem Fall auch nie richtig werden. Dazu ist die ursprüngliche Oberfläche einfach zu schön und ausgereift. Aber interessant ist es auf jeden Fall In der Vergangenheit waren ja die Linux-Implementierungen auch manchmal deutlich besser als das Original. Man denke da nur an XBMC, das MediaCenter für die alte XBOX damals. Absolut traumhaftes Programm, welches ich samt XBOX heute noch im Einsatz habe Die iPhone-Variante scheint sich sogar recht einfach installieren zu lassen (Anleitung), allerdings werden wohl wichtige Teile des NOR-Speichers überschrieben, um den Boatloader zu installieren. Das vorher erstellte Backup sollte man daher unbedingt sicher verwahren. Mir ist das ehrlichgesagt zu heiss, da ich auch kein Gerät übrig habe derzeit. Bin sehr gespannt, was da noch auf uns zukommt, Linux rocks on ... 8,5 Gramm CO2 gespart - leider auch jede Menge Stabilität
Meinem neuen Mainboard (ich berichtete) von ASUS lag eine besonders tolle Software bei, die sich "EPU-6 Engine" nennt. Für was das EPU dort steht, habe ich noch nicht herausgefunden - Emergency Power Unit? Keine Ahnung ...
Aber immerhin spart man damit laut ASUS auf die Dauer jede Menge CO2 ein, schließlich liegt das ja derzeit voll im Trend, auch in der IT-Branche. So habe ich (angeblich) in wenigen Stunden 8,5g CO2 gespart. Wie das nun konkret ermittelt wird, bleibt wohl ASUS's Geheimnis. Das Tool kontrolliert dabei nahezu den kompletten PC inklusive Taktfrequenz und setzt die Werte auf Wunsch automatisch optimiert zum jeweiligen Systemzustand - zumindest in der Theorie. Das funktioniert leider nicht wirklich. Eben habe ich eine größere Game-Installation durchgeführt und konnte dabei nicht mehr normal weiterarbeiten. Das System war dabei mehrfach für ca. 5 sec komplett tot, nichtmal die Maus bewegte sich mehr. Da der Fehler reproduzierbar und periodisch auftrat, deaktivierte ich das Tool kurzerhand. Und sieht da, nun läuft's wieder gewohnt schnell. Die Deinstallation war dann gleich der nächste Arbeitsschritt. Sorry, aber in dem Fall muss ich wohl anders CO2 einsparen. PC-Systeme mit schlechter Performance gehen gar nicht. Vielleicht fahr ich im Sommer dafür mal wieder mit dem Rad auf Arbeit ... Thursday, 27. November 2008web'n'walk Manager will nicht mehr
Für meinen mobilen Vaio-TZ samt integrierter UMTS-Karte nutze ich die HSDPA-"Flatrate" von T-Mobile, auch bekannt als web'n'walk. Dazu gibt's von T-Mobile ein recht informatives, wenn auch instabiles Tool zur Zugangs- und Trafficverwaltung. Erst wollte es unter Vista nicht richtig laufen, als Administrator gestartet tat es aber dann immerhin seinen Dienst. Besonders im Ausland war das immer ganz nett, so wusste man immer, wieviele Euro man bereits "verbrannt" hat - anders kann man das bei immernoch ~2 EUR pro MByte wohl nicht nennen. Außerdem sah man direkt, in welches Netz man sich einbucht und ob es sich um einen Partner von T-Mobile handelt.
![]() Das Tool ist basiert seltsamerweise auf Shockwave Flash in Version 9. Und auch nur auf Version 9, wie ich nun weiss. Ein Kollege hatte mich bereits gewarnt, dass beim Update auf Shockwave 10 nix mehr geht, nun habe ich das direkt mal gemacht und kann dies bestätigen. Ein Update gibt's offenbar nicht, selbst die Software findet man via Google kaum. Nur einen Link auf t-mobile.at - die dt. T-Mobile-Site erscheint gar nicht. So kann man entweder nur auf Shockwave 9 downgraden oder sich via DFÜ-Verbindung einwählen. Das funktioniert zwar prima, allerdings muss man dann auf die Statistiken etc. verzichten. Ein vergleichbares Tool habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, wünschenswert wäre es aber. Wednesday, 26. November 2008MySql-Cluster 6.4 - The next Generation mit interessanten Neuerungen
Sehr interessiert verfolge ich seit einiger Zeit die Entwicklung von MySql-Cluster 6.4, also der nächsten Generation. Die aktuelle 6.3.19 läuft zwar sehr schnell und stabil, dennoch gibt es noch Raum für Verbesserung und Optimierung. So bringt die 6.4 endlich das online hinzufügen von Nodes mit sich, so dass man dazu nicht den ganzen Cluster stoppen muss. Das macht die Skalierung sehr viel handlicher und minimiert die Downtimes enorm. Außerdem werden endlich Threads unterstützt, so dass man aus einem Server mit mehreren CPU's bzw. Core's endlich sinnvoll auslasten kann. Aktuell langweilen sich sämtliche CPU's/Core's fast die ganze Zeit, während auf einem die Hauptlast liegt.
Im Blog eines Entwicklers der MySql-AB kann man nachlesen, dass 8 Core's dann wohl die Idealbesetzung sind. Ein Glück, dass ich damals Boards mit 2 CPU-Sockeln in den Nodes verbaut hab Vielversprechend sind auch die Benchmark-Werte aus Jonas's Blog, so erreichte er gestern in Tests mit SCI-Karten stolze 1 mio. reads/s - auf einem Node! Man kann sich vorstellen, was so ein Cluster mit 64 oder gar 128 Nodes dann beantworten kann. In der Theorie dann sogar 100 mio+ reads/s. Angeblich will er mit TCP-Optimierungen dann auch via Ethernet solche Werte erreichen (1000 bzw. 10000 MBit/s). Würde mir natürlich sehr gefallen, denn in meinen 1HE-Kisten ist kein Platz mehr für SCI-Karten Tuesday, 25. November 2008Warum memcached so toll ist, ein kleiner Caching-Vergleich
Im Laufe der Zeit habe ich die verschiedensten Caching-Methoden ausprobiert, um irgendwelche Web-Applikationen zu beschleunigen. In der Regel will man damit Datenbanken entlasten, vor Allem wenn gleiche Query's tausendfach ausgeführt werden. Allerdings ist es in manchen Fällen so, dass der Aufwand den Nutzen nicht rechtfertigt bzw. sogar die Last durch das Caching höher ist, als durch die ursprünglichen Abfragen. Ich will hier mal am Beispie einer klassischen WebApp mit MySql-Backend ein paar Caching-Varianten samt meinen Erfahrungen darstellen. Zuerst einmal 2 Methoden, wie man mit MySql-Bordmitteln schon etwas erreichen kann:
Der MySql Query Cache speichert direkt auf dem MySql-Server die Ergebnisse einzelner Query's und liefert bei erneuter Abfrage nur das Ergebnis aus, ohne die Datenbank selbst erneut zu durchsuchen. Ganz abgesehen von den üblichen Limitierungen wie RAM und Anzahl der Query's im Cache ist das eigentliche Problem hier, dass nach JEDER Änderung in der entsprechenden Tabelle (INSERT/UPDATE) die Ergebnisse neu aus der Datenbank gelesen werden müssen (siehe z.B. hier). Somit fällt für mich der dieser Cache maximal unter "nice to have". Eine unter Last stehende Datenbank (in die meistens auch immer UPDATES oder INSERTS kommen) kann er aber wohl kaum entlasten ... Eine weitere Alternative sind Tabellen vom Typ MEMORY. Leider unterstützt MEMORY keine BLOB- oder TEXT-Spalten, was sie z.B. für Volltextsuchen ungeeignet macht. Dennoch sind sie eine gute Alternative, wenn der DB-Server aufgrund vieler komplexer Abfragen sehr häufig auf die Festplatte zugreifen muss. Für Session-Tabellen beispielsweise ziemlich gut geeignet. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die Last nicht gänzlich vom DB-Server weggenommen wird, schließlich muss er die Anfragen weiterhin beantworten. Auch spielt natürlich der auf DB-Servern meist nur wenig vorhandene, freie RAM eine Rolle. Caching-Methoden, die sich außerhalb des SQL-Servers abspielen: Zuerst einmal gibt es natürlich Flatfiles, also einfache Textdateien, in denen man temporäre Daten als Cache ablegen kann. Bei kleinen Ergebnismengen, keiner hohen Last auf dem jeweiligen System und ausreichender Plattenkapazität kann auch dies einen Gewinn bringen. Allerdings ist es oft nicht sehr elegant zu bewerkstelligen, die alten Files zeitnah zu löschen bzw. vorhandene Files zu aktualisieren. Ein Cronjob kann da z.B. natürlich Abhilfe schaffen, man sollte aber die Limitierungen des jeweiligen Filesystems im Bezug auf maximale Ordner- und Datenanzahl nicht vergessen. Außerdem steigt die Load auf einem Server sehr schnell an, wenn diese Files sehr oft und zahlreich geöffnet/geschlossen werden. Auch ulimit kann hier eine Rolle spielen, sofern zu klein gesetzt. Dann gibt es natürlich noch SQLite, was sich z.B. für kleinere Sachen als Auslagerung sehr gut eignet. Allerdings stößt man bei größeren Sachen schnell an die Filesystem-Grenzen, außerdem hatte ich in meinem Anwendungsfall mit recht hoher Last auf dem System zu kämpfen, wenn sehr viele Abfragen (nur SELECT's) auf die SQLite-DB's eingingen (Zugriff via PHP/PERL). Da war in diesem Fall sogar dann die Speicherung in Flatfiles effektiver. Außerdem hat man wieder das Problem mit der Wartung, denn man muss dafür sorgen, dass in den SQLite-DB's stets halbwegs aktuelle Informationen aus der MySql-DB liegen - je nach Notwendigkeit. Nun kommen wir zu meinem klaren Favoriten memcached. Ich habe es selbst zigfach im Einsatz und bin einfach begeistert. Vor Allem die eingebaute TTL ist wunderbar, so muss man sich nicht darum kümmern, alte Einträge mühsam zu entfernen etc. Auch läuft memcached sehr stabil, verbraucht quasi null Rechenleistung und kann wunderbar hunderte Anfragen parallel bearbeiten. Ein besseres Caching-System kann man sich kaum wünschen. Allerding sollte man die Limitierung von maximal 1 MByte je Objekt beachten. In der Praxis stößt man aber nur sehr selten an diese Grenze. API's für die gängigen Scriptsprachen stehen bereit, so dass man seine WebApp damit recht einfach mit effektivem Caching versehen kann. Natürlich braucht man, je nach gewünschter TTL und Menge der Objekte entsprechend Server mit viel freiem RAM. Ansonsten ist memcached eine klare Empfehlung! Ein weiterer Vorteil ist, dass selbst bei einem Ausfall des memcached-Servers die Applikation weiterläuft, nur eben ohne Caching. Dank der Möglichkeit, memcached-Server verteilt aufzubauen, sollte das aber i.d.R. nicht vorkommen. Natürlich macht es nicht in jedem Fall Sinn, einen Cache zu verwenden. Wenn man eine Website mit 20 Besuchern am Tag hat, kann man sich beispielsweise getrost lieber SEO widmen als Caching Monday, 24. November 2008SPON endlich mit ordentlichen RSS-Feeds
Eben habe ich gesehen, dass Spiegel Online (spiegel.de) endlich ordentliche RSS-Feed's zur Verfügung stellt. Wurde auch wirklich höchste Zeit, denn bisher waren nur simple Feeds mit den Titeln verfügbar. Nun sind, wie man es von einem aktuellen Feed erwarten kann, auch Bilder und die Anfangstexte der Artikel verfügbar. Außerdem ist es möglich, einzelne Ressorts als eigenen Feed zu abonnieren.
Wenn jetzt noch Heise den Newsticker auf ein reichhaltigeres RSS-Angebot ausbaut, ist meine kleine Onlinewelt wieder ein Stückchen schöner geworden. "Sage" im Browser, der "RSS-Reader" auf meinem iPhone oder auch "Lifearea" freuen sich zumindest über die neuen Feeds (das sind die Reader, die ich im Einsatz habe ...)
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Kommentare
07.01.2009 09:58
Hi Frank
07.01.2009 09:50
Ich versteh auch nicht warum d ie nicht endlich mal ein iTune s für Linux rausbringen. Unter MacOS X läuft der Mist [...]
03.01.2009 19:53
Exakt. ISP's, viele große Unte rnehmen oder auch Einrichtunge n der öffentlichen Verwaltung. Dieser Kundenkreis war [...]
03.01.2009 19:36
Du meinst weil BT überwiegend ISP's als Kunden hat, also z.B . Webhoster usw, die ja selbst diese Daten schon erfas [...]
03.01.2009 19:27
"Warum sollte das dann nicht a uch für andere Carrier, Provid er, Hoster etc. gelten?" We il BT einen sehr speziel [...]