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Thursday, 10. June 2010SSD im Sony Vaio TZ31WN
Mein Mini-Laptop Sony Vaio TZ31WN ist wirklich praktisch, leicht und gut verarbeitet. Seine Haupteigenschaft war aber bis gestern, dass er nahezu unbenutzbar langsam war. Grund dafür war die Tatsache, dass in dem kleinen Gerät eben nur eine 1,8" Festplatte von Toshiba mit 4200UPM werkelte - Datenraten von um die 10 MB/sec und eine massiv langsame Seektime taten ihr Übriges.
Daher keimte in mir schon länger die Entscheidung, eine SSD einzubauen. Leider war die Auswahl sehr begrenzt, was am Formfaktor und dem benötigten ZIF-Anschluss lag. Im Grunde gab es nur einen einzigen Kandidaten, nämlich die "RunCore 64GB Pro 1,8" 5mm PATA ZIF SSD". Die 64GB Variante kostete stolze 240 EUR. Zu beschaffen war die SSD dann auch nur sehr schwierig, kaum ein Webshop hat dieses spezielle Platte im Angebot. Nach einiger Recherche wurde die Platte dann aber doch auf notebook.de gefunden und bestellt. Der Einbau war dann ein echtes Highlight. Nachdem ich schon beim Einbau einer SSD in mein MacBook Pro den Eindruck hatte, dass das relativ umständlich war, grenzte der Einbau in den Vaio an eine äußerst komplexe Operation. Der Gehäuseboden war durch diverse Schrauben gesichert, einige davon sogar unter Plastikabdeckungen, die sich nur schwer lösen ließen. Am schlimmsten war jedoch die Tatsache, dass die Scharniere am Display teils gelöst werden mussten, um die Bodenplatte ganz abzuheben. Nach vielen Versuchen ließ ich dies aber bleiben und begnügte mich mit der "Klapp-Lösung" (siehe Bild) - weiter bekam ich das Gerät einfach nicht geöffnet. Zum Glück ließ sich die alte HDD aber so auch schon halbwegs einfach durch die neue SSD ersetzen. Die ganze Aktion dauerte eine gute Stunde und konnte nur dank der Hilfe eines Kollegen durchgeführt werden. Glücklicherweise wurde die SSD vom BIOS auch direkt erkannt, so dass ich das Gehäuse endlich wieder schließen konnte. Anschließend wurde Ubuntu 10.04 LTS neu installiert, wobei der Geschwindigkeitsvorteil direkt spürbar wurde. Beim Boot etc. macht sich die SSD ebenso positiv bermerkbar wir beim Öffnen von größeren Programmen (Stichwort: OpenOffice.org). Natürlich kann die kleine SSD hier nicht ansatzweise mit der 2,5" von Intel mithalten, die ich im MacBook verbaut habe (~237MB/sec lesend), mit guten ~76MB/sec (getestet via dd und hdparm) und deutlich besseren Zugriffszeiten gegenüber der alten Toshiba-Platte kann man aber mit dem kleinen Vaio jetzt halbwegs vernünftig arbeiten. Jetzt ist der Schwachpunkt eher die Core2Duo Dualcore-CPU mit nur 1,2GHz. Friday, 7. May 2010LENOVO X200 TABLET - Bericht eines Dauertesters
Heute einmal ein Gastbeitrag von Martin Pohl. Er hatte das Vergnügen, den mir im Rahmen des "Lenovo Blogger Advisory Council" als Testgerät zur Verfügung gestellten Lenovo X200 Tablet (ich berichtete bereits) ausgiebig zu testen. Als Ingenieur war er dafür ideal geeignet. Aber lest selbst:
Vor etwa einem halbem Jahr bekam ich ein Lenovo x200 tablet zum ausgiebigem Test zur Verfügung gestellt. Ich bin Entwicklungsingenieur und arbeite daher häufig mit Skizzen und handschriftlichen Notizen zu Konstruktionen und Berechnungen. Weiterhin versuche ich mich an der Umsetzung des papierlosen Büros. Daher ist ein Tablet-PC für mich grundsätzlich das optimale Werkzeug. Ob es das Mitschreiben in einer Besprechung ist oder das Notieren von Daten an einem Prüfstand während eines Versuchs oder die sofortige Verfügbarkeit von Fachliteratur und Tabellenwerken ist, ein Tablet bietet mir all diese Möglichkeiten. Im Privaten finde ich es als Urlaubsbegleiter sinnvoll um Bücher zu lesen, Tagebuch zu schreiben, Musik fürs Autoradio bereitzustellen oder die Urlaubsfotos von der Speicherkarte zu sichern. Ich stehe dieser Geräteklasse also grundsätzlich positiv gegenüber. An dieser Stelle vielen Dank an Martin für den interessanten Testbericht. Über Kommentare freuen wir uns, ebenso wie der Verfasser, natürlich jederzeit. Thursday, 25. March 2010Keine Zeit verschwenden: Intel SSD im MacBook Pro
Man ist schon sehr verwöhnt, aber 30+ Sekunden für den Boot und beispielsweise 10+ Sekunden für den Start von OpenOffice.org oder anderen "Größen" wie Photoshop summieren sich bei der täglichen Arbeit schnell auf mehrere Minuten. Also bestand schon lange der Wunsch nach einer SSD im MacBook Pro. Die vorhandene Seagate Momentus mit 320 GB und 7200 RPM musste dafür natürlich ersetzt werden. Nach diversen Recherchen fiel die Wahl auf die Intel X25-M G2 mit 160 GByte, die durch gute Benachmarks auffiel. Der Preis von rund 370 EUR ist für eine SSD dieser Klasse in Ordnung, zumal Intel bei 20 GByte Transfer täglich eine Lebenszeit von mind. 5 Jahren garantiert.
Anschließend also von der Snow-Leo DVD gebootet, die SSD via Festplatten-Dienstprogramm formatiert und die Wiederherstellung via TimeMachin ausgewählt (vorher hatte ich nochmal manuell ein TM-Backup angeworfen, nur zur Sicherheit). Hier gab es allerdings Probleme, denn die TimeMachine-Backups auf der lokalen NAS im Büro (keine TimeCapsule!) wurden nicht erkannt. Im Netz fand sich dann aber schnell eine gute Anleitung, wie man im Terminal das NAS-Volume mounten und die Backups somit verfügbar machen kann. Funktionierte auf Anhieb perfekt! Der Restore von rund 60 GB Daten dauerte dann gute 3 Stunden, trotz GBit LAN. Voila, alle Daten und Programm waren wieder da. Da dies mein erstes Restore via TimeMachine war, hatte ich doch ein wenig Schiss Zur Performance kann ich nur sagen: WOW! Ich bin restlos begeistert. Die Programme fliegen nur so auf den Desktop. Auch Schwergewichte wie Photoshop, Netbeans oder OpenOffice.org. Wie das konkret aussieht, kann man im folgenden Video ganz gut sehen. Auch die Boottime hat sich mehr als halbiert. Ein Xbench-Ergebnis mit der neuen Platte gibt es hier, Werte von bis zu 200 MB/sek lesend und 100 MB/sek schreibend sprechen für sich. Mit der alten HDD waren übrigens in beide Richtungen kaum mehr als 65 MB/sek drin. Um die Platte zu schonen habe ich noch die Mount-Option "noatime" gesetzt, womit die Accesstime eines Files nicht dauernd sondern nur beim tatsächlichen Schreiben in das File aktualisiert wird. Das spart einige Zugriffe und schont die SSD. On the fly kann man "noatime" via sudo mount -uvwo noatime / setzen. Um die Einstellung permanent zu haben, kann man dieser Anleitung folgen und ein plist-File erstellen. Ich bin also restlos begeistert und kann nur Jedem eine SSD empfehlen, dem das Geld nicht zu schade ist. Bei der täglichen Arbeit werde ich mich jedes Mal freuen, wenn sich die Programme ohne Verzögerungen öffnen etc. .. [UPDATE] Hier noch ein Graph des AJA-Systemtests, die die gute Performance grafisch darstellt. Im Schnitt wurden 99,2 MB schreibend und 237,2 MB lesend erreicht: ![]() Wednesday, 10. March 2010Musik aus dem (W)LAN
Da ich zu Hause sowie im Office nahezu den ganzen Tag den chilligen Klängen meines #1 Radiosenders Lounge-Radio.com lausche, musste jetzt mal ein (W)LAN-Radio her. Immer einen PC/Mac zu booten, um Musik zu hören, hat irgendwie doch etwas genervt. Außerdem sind die Speaker am Apple Cinema Display nicht wirklich der Reißer, wenn man Musik mag.
Nun begann natürlich die Suche nach einem geeigneten WLAN-Radio. Es gibt ja diverse Modelle von Hama und Logitech, die aber keine eigenen Lautsprecher haben und somit ausschieden. Seltsamerweise haben sehr viele Modelle auch nur eine Box, bieten also nur Radiowecker-Sound in Mono an. Bei einem 128kbit - Stream darf es aber ruhig schon Stereo sein. Nach langen Recherchen bei Amazon und Co. kam ich dann zum Sangean WFR-20. Den offenbar niederländischen Hersteller kannte ich bisher nicht, die guten Kritiken zu dem Gerät hatten mich aber überzeugt. Also bei Redcoon für 198 EUR bestellt und prompt geliefert bekommen. Nun steht das Radio seit einer knappen Woche hier rum und dudelt 8 bis 10 Stunden am Tag ohne irgendwelche Aussetzer. Wir haben es allerdings nicht via WLAN, sondern klassisch via Kabel ans Netz angeschlossen, da es direkt neben einem Switch steht. DHCP klappt problemlos, so dass wir keinerlei Netzwerkeinstellungen machen mussten. Anschließend machte das Gerät erstmal ein Firmware-Update, was auch problemlos funktionierte. Der Sound ist wirklich gut, was natürlich auch vom jeweiligen Stream abhängt. Man kann Bässe sowie Höhen getrennt regeln, das bietet auch nicht jedes Modell in dieser Preisklasse an. Mit 128kbit Streams erreicht man also einen recht guten Klang, der über jeden kleineren PC-Speaker erhaben ist. Für seine Lieblingssender kann man auf der IR-Fernbedienung (im Chipkarten-Format, nicht unbedingt ein optisches Highlight - funktioniert aber sehr gut) 6 Sendertasten belegen. Vielleicht etwas zu wenig, reicht uns aber derzeit noch aus. Außerdem kann man vom Radio aus auf den Dienst live365.com zugreifen, wo sich Senderlisten etc. abspeichern lassen. Dies haben wir allerdings noch nicht getestet. Was fehlt, ist eine Mute-Taste. Wenn z.B. das Telefon klingelt, wäre dies schon hilfreich. So bleibt entweder das Ausschalten oder manuelle herunterregeln der Lautstärke. Witzig war auch, dass in der Anleitung explizit auf den Internetdienst reciva.com zur Senderlisten-Verwaltung hingewiesen wird - leider unterstützt offenbar die aktuelle Firmware diesen Dienst nicht mehr. Geht aber auch ohne derartige Dienste problemlos, man muss sich eben nur durch die Senderlisten bzw. Genres hangeln.. Fazit: Ein WLAN-Radio mit gutem Klang zu einem eigentlich auch ganz guten Preis, wenn man sich Konkurrenzmodelle mit ähnlicher Ausstattung ansieht. Klare Kaufempfehlung! Wednesday, 13. January 20102x Ausschuss bitte: Apple LED Cinema Display 24
Seit ca. 3 Monaten schmücken bzw. schmückten 2 Apple LED Cinema Display 24" unser Büro hier. Vor 3 Wochen bemerkte dann mein Kollege dunkle Flecken bei weissen Hintergründen in der linken unteren Ecke seines Displays. Da die Flecken trotz langer Betriebspause nicht verschwanden, ging der Monitor in die Rekla, wo er sich jetzt immernoch befindet.
Gestern nun der Schock, auf meinem Cinema Display geht es auch los. Ich sehe in der selben Ecke unten links schon schwache schwarze Flecken, die wie Dreck auf dem Display aussehen. Es scheint so, als ob die Displayfolie irgendwie durchgedrückt oder angeklebt ist - Ursache unbekannt. Die Displays standen einfach nur auf dem Schreibtisch und wurden tgl. je 8h mit einem MacBook Pro daran betrieben. Dafür sind sie afaik ja auch gebaut Also geht Meines nun auch in die Rekla, was sehr ärgerlich ist. Wir haben zwar noch 20" Fallback-Monitore von Samsung, die mittels Mini-Display-Port zu DVI-Adapter an das MacBook Pro passen, die Vorteile wie Stromversorgung oder USB-Connect fehlen aber natürlich. Von der Auflösung ganz zu schweigen. Ein wenig enttäuscht bin ich schon, zumal beide Geräte hintereinander nun den Fehler hatten. Und besonders günstig sind die ja nun auch nicht, dafür hätte man 2-3 Displays von einem anderen Hersteller bekommen Tuesday, 12. January 2010Im Dauertest: Lenovo X200 Tablet
Da ich im Rahmen des "Lenovo Blogger Advisory Council" glücklicher Dauertester (1 Jahr) eines X200 Tablet sowie eines IdeaPad Y550 bin (das ich derzeit noch nicht testen kann, da es mit US-Stromkabel geliefert wurde *g*), möchte ich meine ersten Eindrücke des X200 kurz schildern.
Auf den ersten Blick fiel mir sofort auf, dass das Gerät aus normalen Plastik besteht, wodurch es mir direkt wenig wertig erscheint. Ich bin mein MacBook Pro sowie ein Kohlefaser-Vaio gewohnt, da wirkt rauhes Plastik irgendwie billig dagegen. Dennoch macht es einen stabilen Eindruck und ist vor Allem sehr leicht, also gut für unterwegs. Da macht macht sich übrigens auch die integrierte 3G-Karte ziemlich gut, denn man ist überall mobil im Netz. Ausgestattet ist es sonst auch recht üppig, d.h. eine 250GB Platte (leider nur 5400upm, daher nicht wirklich flott) von WD, Intel Core2Duo L9400 @ 1.86GHz und 2 GB RAM. Der Bootvorgang von Windows 7 mit Tablet-Support dauert dennoch gefühlte 5min, tatsächlich ist es wohl etwas mehr als eine Minute. Bis man es dann wirklich benutzen kann, vergeht nochmal eine halbe Ewigkeit. Die Windows-Leistungsinfo spuckt eine 3.4 von 7.9 aus. Die Grafikkarte zieht den Score hier massiv runter, es handelt sich um eine Intel-Onboard Karte. Die Eingabe mit der Hand (sogar Multitouch fähig, siehe YouTube-Video von mir hier) oder dem an der Seite versenkbaren Stift funktioniert eigentlich ganz gut. Wirklich flüssig, wie z.B. auf dem iPhone ist es aber nicht. Aber vielleicht ist man da auch zu verwöhnt, keine Ahnung. Ein Kollege, der viel mit Grafik und Tablets macht, unterzieht das Gerät die Tage mal einem echten Eingabetest, ich werde dann weiter berichten. Für mich hat der Tablet bei der täglichen Arbeit eigentlich keine echten Vorteile. Es ist durchaus schick, auf der Couch zu sitzen,das Ding auf dem Schoss zu haben und via Stift oder Hand zu surfen. Geht es aber ein Eingaben vermisse ich recht schnell die Tastatur, auch wenn die Handschriftenerkennung von Windows 7 recht gut funktioniert. Ein Anlernen war nicht nötig, könnte das Ganze aber noch weiter verbessern. Der Klappmechanismus macht auf den ersten Blick einen stabilen Eindruck. Man kann mittels einem Button bequem das Bild drehen, je nachdem wie man den X200 gerade hält. Ob der Spaß nach 5000x herumdrehen noch genauso funktioniert, kann man nur hoffen. Für die Eingabe fehlt mir ein Touchpad, es gibt nur einen Mini-Trackpoint auf der Tastatur sowie Maustasten. Klar, auf einem Tablet ist ein Touchpad irgendwie auch nicht unbedingt erforderlich.. Ich teste das Gerät jetzt weiterhin und bin gespannt, wie es sich im Langzeiteinsatz so macht (Akkulaufzeit etc. teste ich noch). Wenn ihr Fragen zu dem Teil habt, nur zu. Werde ich, sofern möglich, gern beantworten. Und ja, Linux wird natürlich auch noch zum Einsatz kommen darauf Friday, 13. November 2009Der Stoff, aus dem die Rechner sind - Making of a Chip
Ich bin ja eigentlich eher aus dem AMD-Lager (da aus Dresden), dennoch baut natürlich Intel auch tolle Sachen.
Intel veranschaulicht das aber in einer neuen Kampagne "From Sand to Silicon: the Making of a Chip" wunderbar auch für Leute, die sich mit dem eigentlichen Herstellungsprozess nicht aus auskennen. Denn irgendwo im Haushalt oder auf Arbeit hat in der heutigen Zeit wohl so ziemlich Jeder von uns einen Chip am Start. Ich hatte übrigens bereits das Glück, in den heiligen Hallen von AMD bzw. dem AMTC (wo die Masken hergestellt werden) eine ausgiebige Führung zu bekommen. Und glaubt mir, in Wahrheit ist es noch viel interessanter als auf dem Video! Wednesday, 4. February 2009Endlich wieder Platz im Rack - 1 HE KVM-Konsole mit TFT
Der tüchtige Admin muss natürlich ab und zu auch mal ins kalte und laute Rechenzentrum, um dort vor Ort an seinen Lieblingen (auch Server genannt) herumzubasteln bzw. Fehler zu beheben. Dabei braucht man natürlich auch Zugriff auf die Shell oder auf den Desktop, sofern es sich um Windows-Server handelt. Um den meistens teuren und oft nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Platz in so einem 19"-Rack nicht unnötig mit 15- oder 17"-TFT-Monitoren zu verschwenden (da sind samt Schublade schnell mal 4-5 HE's weg ...), bin ich jetzt im Besitz einer tollen Slide-KVM mit einer Höhe von nur einer einer HE. Da ich kein Fan von KVM-Kabeln bin, da diese Kabelstränge massiv den Serverschrank zumüllen und die Übersicht gegen Null gehen lassen, wenn man mal ein einzelnes Kabel verfolgt, verzichte ich bewusst darauf. Also wird jedes Mal einfach Tastatur und VGA in den jeweiligen Server gesteckt. Da hier keine Windows-Server im Einsatz sind, ist das auch kein Problem. Sonst kann es mit der Maus-Erkennung "on-the-fly" gern mal Probleme geben, da es sich um einen PS/2-Anschluss handelt.
Es handelt sich konkret um die Aten CL1000 (siehe Foto - darunter befindet sich noch ein Server). Das Display macht einen guten Eindruck, wobei natürlich eine Linuxshell nicht unbedingt das ideale Testszenario für einen Monitor ist. Die Tastatur hat einen sehr weichen Druckpunkt, reicht aber für gelegentliche Arbeiten im Rechenzentrum natürlich locker aus. Einen sehr guten Eindruck hingegen macht der Klappmechanismus des Monitors. Da muss man wohl keine Angst haben, dass da was abbricht. Als Mausersatz ist ein Touchpad vorgesehen, dieses wird aber hier ein Schattendasein führen. Die rund 600 EUR sind also offenbar ganz gut angelegt. Der Preis ist zwar recht hoch, zumindest wenn man die Komponenten mal einzeln anschaut (Tastatur 20 EUR, 17"-Monitor vlt. 100 EUR), die gute Verarbeitung und die Platzersparnis im Rack rechtfertigen diesen aber wohl dennoch. Die Langzeit-Haltbarkeit muss sich allerdings noch bewähren, ebenso steht natürlich der Einbau noch bevor. Und da trotz Standard alle Serverschränke irgendwie anders sind, ist sowas auch immer nochmal eine kleine Hürde Wednesday, 28. January 2009Nun also doch Server4You
Nachdem Serverloft mir gestern mitteilte, dass das bestellte Modell derzeit nicht verfügbar ist, hatte ich mich ja schon mit einer Wartezeit von gut 10 Tagen abgefunden. Vorhin bekam ich jedoch eine Mail, meine Bestellung wäre nun gelöscht worden, da ich mich seit der Bestellung bzw. Info über die Wartezeit nicht mehr gemeldet hätte. Hallo? Ich habe schließlich gestern Vormittag mit dem Support ein Telefonat geführt, in dem ich zusagte, die Wartezeit in Kauf zu nehmen. Also wieder an der Hotline angerufen (und sogar sofort Jemanden erreicht!) und nachgefragt, was denn nun los ist. Der Mitarbeiter bestätigte mir die automatische Löschung meiner Bestellung - dabei beließ ich es nun auch gleich. Zumindest gab man mir auf die Nachfrage, ob und wann die Server denn nun wieder verfügbar wären, eine sehr lustige Antwort: Server wurden zwar heute geliefert, aber mit den falschen Festplatten. Wo gibt's denn bitte Sowas?
Kurzfristig entschied ich mich jetzt für einen Rootserver von Server4You, also einem anderen Label des gleichen Vereins (Intergenia). Dieser wurde nach Bestellung und kurzer telefonischer Rückfrage binnen 2h eingerichtet. Besser gehts eigentlich nicht, bin begeistert. Die nicht ganz so potente Hardware gegenüber Serverloft (Opteron 2.2 GHZ, 4096MByte RAM, Software-RAID1) nehme ich für die sofortige Bereitstellung sowie 20 EUR Ersparnis monatlich (59 statt 79 EUR) gern in Kauf. Negativ fiel mir bei Server4You nur auf, dass ich trotz "Debian 4.0 Minimalinstallation" einen MySql-Server, Apache und sogar einen kompletten Mailserver samt ClamAV, Courier und Spamassassin auf dem System laufen hatte. Ebenfalls war der FTP-Daemon proftpd installiert und lief. Was daran "minimal" sein soll, weiss wohl nur Server4You. Bei mir umfasst eine Minimalinstallation eigentlich nur das Grundsystem samt SSH-Daemon. Außerdem war die Systemsprache- und Zeit auf English gestellt. Das lässt sich freilich sehr schnell ändern, könnte aber auch von Haus aus so sein. Ansonsten macht das System bisher einen guten Eindruck. Die 2 Samsung-Platten laufen via mdadm als Software-RAID1 und auch alle Softwarepakete waren auf dem aktuellen Stand. Als Paketserver wird per default der hauseigene Mirror von Intergenia verwendet. Der Kernel ist in Version 2.6.24-etchnhalf.1-amd64 vorinstalliert, da ich ja die AMD64-Installation ausgewählt hatte. Nun wird sich zeigen, wie der Server langfristig läuft. Da er nur als Test-, Monitoring- und Gameserver dient, wird die Verwaltungsoberfläche von Server4You (oder auch PLESK) nicht zum Einsatz kommen. Von daher ist es tatsächlich nur relevant, wie gut die Netzanbindung und Hardware ist. Daran gibt es bisher Nichts auszusetzen. Solche tollen Pings hatte der Gameserver zumindest noch nie Tuesday, 27. January 2009Serverloft: Server leider alle, 10 days to go
Gestern habe ich mich dazu entschieden, bei Serverloft einen Rootserver zu mieten. Aufgrund der massiven Medienpräsenz, ausgelöst unter Anderem durch die Ersteigerung des Basicthinking-Blogs und massiven Werbung in C'T und anderen Zeitschriften sowie der unschlagbaren Preise kommt man ja kaum an der Marke aus dem Hause Intergenia vorbei. Also fiel die Wahl auf den "PerfectServer L", da dessen Ausstattung für die bevorstehenden Einsatzzwecke (etwas externes Monitoring und als Gameserver) mehr als ausreicht. Auch die hervorragende Backbone-Anbindung ans Internet hatte mein besonderes Interesse geweckt.
Die Bestellung war schnell ausgelöst, unnütze Eingaben bei der Anmeldung wie z.B. Geburtsort habe ich sicherheitshalber nicht mit angegeben. Tut wohl auch nichts zur Sache bei einer Serverbestellung. Anschließend kam sofort eine Bestätigungsmail, gefolgt von der ernüchternden Infomail (siehe Screen), dass das von mir gewählte Modell derzeit nicht verfügbar sei.Da hat wohl die Nachfrage aufgrund des Medienrummels und der natürlich sensationelle Preise schnell den Bestand an Servern überschritten. 10 Tage Wartezeit also - irgendwie ganz schön lange. Braucht Fujitsu/Siemens etwa so lange, um neue Hardware zu liefern? Kaum vorstellbar eigentlich. Da ich aber nicht wirklich unter Zeitdruck stehe, werde ich freundlicherweise auf Serverloft warten. Denen die erfreuliche Nachricht mitzuteilen, war allerdings schwieriger als erwartet: Per Mail scheint kein Kontakt möglich (nur via schnödem Webformular), da alle Mails von noreply@ - Adressen aus versandt werden. Telefonisch hatte ich es gestern in den Abendstunden bereits versucht, aber nach rund 20 Minuten an der Gratis-Hotline dann aufgegeben. Wenn das jetzt aber ein Support-Notfall eines wichtigen Firmenservers gewesen wäre ... ? Vielleicht gibts ja dann noch eine "Geheimnummer" oder direkte Durchwahl, man weiss es nicht. Immerhin erreichte ich vor wenigen Minuten nach ca. 10 Minuten in der Warteschleife einen netten Supportmenschen, der auch gleich meine Identität verifizierte, um Fake-Bestellungen auszuschließen. Mir wurde an der Hotline auch nochmals versichert, dass mein Server in spätestens 10 Tagen am Netz sein wird - mal schauen, ob der Kollege Recht behält. Wenigstens habe ich so (hoffentlich) die Einrichtungsgebührt von 199 EUR noch gespart, denn bis 31.01. gibts die von Serverloft geschenkt. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn das verlängert wird, wie es immer so ist. Natürlich werde ich weiter berichten und den Server dann ausgiebig testen - er soll laut meiner Auswahl mit "Debian 4.0 minimal" bereitgestellt werden. Achja, das nächst größere Modell für 129 EUR im Monat wäre auf Lager gewesen. Aber 50 EUR pro Monat mehr, nur um 10 Tage Wartezeit zu sparen? Nein! Monday, 26. January 2009Plattenfrust geht weiter
Derzeit scheinen es die Festplatten echt nicht gut mit mir zu meinen. Nach dem Seagate-Stress in der letzten Woche inklusive Defekt am Freitag verabschiedete sich gestern direkt die nächste Platte. Und diesmal sogar eine von meinen geliebten und oft angepriesenen Western-Digital Platten der "Raptor"-Serie (SATA mit 10.000 UPM).
Es fing wie immer mit den klassischen "Sector repair" - Meldungen an, bis dann gar kein Lebenszeichen mehr zu vernehmen war: 3w-9xxx: scsi0: AEN: WARNING (0x04:0x0023): Sector repair completed:port=0, LBA=0x77A717. 3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0002): Degraded unit:unit=0, port=0. Wie auf wdc.com zu lesen ist, wurde die "Raptor"-Serie nun von der weiterentwickelten "VelociRaptor"-Reihe abgelöst, die natürlich viel schneller und besser gemacht wurde. Ich muss zugeben, bei WD glaub ich das sogar. Also kaufe ich auch in Zukunft für Server, die mit weniger Plattenplatz auskommen, WD-Raptor Festplatten. Mehr wollte ich damit eigentlich auch gar nicht sagen. Friday, 23. January 2009Seagate's letzte Rache
Welch Ironie! In den letzten Tagen berichtete ich ja mehrfach über die Probleme mit der Seagate-Firmware. Heute früh im Postfach dann die klassische Meldung vom 3Ware-Monitoring-Daemon per Mail und via dmesg auf der entsprechenden Kiste dann diese Loglines:
3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0009): Drive timeout detected:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: ERROR (0x04:0x0002): Degraded unit:unit=0, port=1. 3w-9xxx: scsi0: ERROR: (0x03:0x0101): Invalid command opcode:opcode=0x85. 3w-9xxx: scsi0: AEN: WARNING (0x04:0x0019): Drive removed:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x001A): Drive inserted:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x000B): Rebuild started:unit=0. Auf gut Deutsch heisst das, die eine Platte im RAID1-Verbund hat sich verabschiedet. Standesgemäß laut Murphy natürlich in einem sehr wichtigen Datenbankserver. Klassiker halt. Ich dachte natürlich sofort an den Firmware-Bug. Da aber der Server nachweislich in den letzten 50 Tagen nicht ge-rebootet wurde, kann es das nicht sein. Also beim Dealer des Vertrauens schnell eine Ersatz-HDD (Samsung allerdings, Seagate bleibt derzeit wohl eher im Laden liegen) und ins Rechenzentrum geeilt. Die Last auf dem Server ist seitdem Ausfall kurioserweise gut angestiegen. So war die LoadAvg bisher immer deutlich unter 1.0 - nun sind es 3.x. Warum das genau der Fall ist, weiss ich nicht wirklich. Ist mir bei bisherigen Ausfällen auch nicht aufgefallen. Auf jeden Fall machen auf dem Server (MySql-NDB-Node) die schreibenden Zugriffe (Logging) locker 90% der Plattenzugriffe aus. Auf "normalen" Servern ist ja i.d.R. genau das Gegenteil der Fall. Im Rechenzentrum angekommen packte mich der Wahnsinn - ich zog die defekte Platte während des Betriebes raus und schob die neue Samsung rein. In Erwartung eines Serverabsturzes vergingen bange Sekunden, bis folgende Loglines die Stimmung in Begeisterung umschwenkten: 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x001A): Drive inserted:port=1. 3w-9xxx: scsi0: AEN: INFO (0x04:0x000B): Rebuild started:unit=0. Der 3Ware 9650-SE ist also tatsächlich HotSwap-fähig. Sehr nett, schließlich führten solche Aktionen soweit ich weiss bei den 7000ern und 8000ern zu komischen Effekten bis hin zum Absturz. Nun läuft seit 5 Stunden das Rebuild, erreicht sind aber bisher nur magere 14%. Aber wir haben ja Zeit. Die ausgebaute Seagate-Platte musste sich dann bei uns im "Labor" (siehe Foto) natürlich diversen Tests unterziehen. Während der Short-Test via Seagate's Toolkit "SeaTools" wenigstens noch durchläuft - zwar mit Fehlern - verabschiedet sich die Platte beim Intensivtest direkt und ist erst nach erneuter Stromzufuhr wieder ansprechbar. Klassischer Fall für die Tonne also, in unserem Fall also für die Rekla. Wednesday, 21. January 2009[UPDATE] Seagate rät zu Dauerbetrieb - neue Firmware weiter fehlerhaft
Um die neuerlichen Seagate-Probleme (ich erwähnte es bereits) in den Griff zu bekommen, schob Seagate eilig eine neue Firmware nach, die man via BootCD aufspielen sollte. Nun wird aber doch lieber wieder davon abgeraten, denn das Laufwerk könnte dadurch eventuell gar nicht mehr ansprechbar sein (was aber dem eigentlichen Problemzustand sehr nahe kommt ...). Abhilfe schafft dann wieder die alte Firmware, wo das Problem ja auch besteht. Man dreht sich also im Kreis
Auf Slashdot hat sich nun auch ein Mitarbeiter zu Wort gemeldet. Jetzt wissen wir zwar etwas genauer, wie die Probleme entstanden sind, eine Lösung bleibt der Kollege (er nennt sich selbst einen "Geek" - gut oder schlecht? Die Chance eines Ausfalls sei indes sehr gering. Um absolute Sicherheit zu bekommen, hat Golem.de den Tipp der Woche von Seagate erhalten: Wenn man alle Möglichkeiten nutzen will, um den laut Seagate sehr seltenen Fall des plötzlichen Ausfalls zu vermeiden, rät der Hersteller, Rechner mit den potenziell gefährdeten Festplatten nicht auszuschalten. Das Phänomen kann nämlich nur beim Einschalten des Laufwerks auftreten.Danke für diesen soliden Tipp. Darauf hätte man doch auch selbst kommen können! [UPDATE] In einem erneuten Feldversuch steht nun (mal wieder) eine heilende Firmware bereit. Siehe Heise-News zum Thema. Saturday, 17. January 2009[UPDATE] Seagate Platten mit fehlerhafter Firmware - Diagnose schwierig
Nachdem ich vorhin die schlechten News gelesen hatte, dass Segate Platten diverser Baureihen nach einem Reboot aufgrund Fehlerhafter Firmware teilweise den Zugriff auf die Daten verwehren, habe ich direkt mal einen Blick auf ein paar meiner Server gewagt. Und siehe da, da werkeln jede Menge Seagate-Platten der Barracude ES.2 - Serie in diversen RAID-Konstellationen. Aufschluss darüber gibt in der Regel der installierte RAID-Controller, hier der Web-Output eines Modelles von 3Ware:
![]() Bei diesen SATA-Platten handelt es sich übrigens um die "RAID-Edition", die speziell für den Server- und Dauereinsatz ausgewiesen wird und sogar einige Euro mehr kostet als die normale Version. Seagate bietet auf der Website ein tolles Windows-Tool an, mit dem sich fehlerhafte Platten prüfen lassen. Für die User anderer Betriebssysteme (was zumindest bei Servern ein beachtlicher Teil sein sollte), werden ermuntert, eine Mail mit Seriennnummer, Modellbezeichnung und Firmware-Version an Seagate zu übermitteln. Es stellt allerdings einen nicht unerheblichen Aufwand dar, diese Daten zu erheben. Vor Allem wenn man RAID5- oder 10-Konstellationen mit vielen Platten im Einsatz hat. Da aber keine konkreten Firmware-Versionen aufgeführt werden, die betroffen sind, muss man wohl in den sauren Apfel beißen. Achja, das eventuell fällige und heilende Update lässt sich natürlich auch nur via BootCD einspielen. Ganz tolle Sache, schließlich bedeutet das eine unschöne Downtime für die betroffenen Server. Ganz davon abgesehen, dass ich auch hier davon ausgehe, dass die Platte am RAID-Controller nicht updatebar sind. So bleibt wohl nur der Ausbau (vlt. funzt ja wenigstens teilweise HotSwap?) jeder Platte einzeln und das anschließende Update. Also, liebe Kollegen, prüft eure Server und Desktops (evtl. auch Notebooks) auf Seagate-Ausschussware ... [UPDATE] Unter ge.mine.nu gibt's ein nettes Shellscript, mit dem man seine Platten (auch an 3Ware-Controllern) auf das Problem hin untersuchen kann. Vielen Dank an den Tippgeber via Kommentar ... Tuesday, 13. January 2009Vaio-Akku wird immer wieder leergesaugt
Schon wieder war der Akku meines Vaio VGN-TZ31 leer. Normerweise nicht weiter ungewöhnlich, allerdings war das Gerät mehrere Tage nicht im Einsatz - mehr auch nicht. Bei der letzten Benutzung war der Akku allerdings noch zu 100% (!) geladen. So erging es mir mit dem Gerät schon dutzende Male, eigentlich sogar so ziemlich jedes Mal nach ein paar Tagen ohne aktive Nutzung. Bis die volle Ladung erreicht ist dauert es auch mehrere Stunden, vor Allem wenn das Gerät dabei benutzt wird. Das ist besonders unangenehm, wenn sich keine verfügbare Steckdose in der Nähe befindet, d.h. wenn man unterwegs ist. Dafür ist das Ding zwar eigentlich gebaut, aber naja
Falls nicht, wäre das schon die 2. Einsendung/Reklamation dieses Gerätes. Beim letzten Mal wurde im Zuge einer Rückrufaktion die Webcam ausgetauscht, da es da zu Überhitzungen kommen konnte. Immerhin ging es sehr schnell (2 Tage) und Sony spendierte als Trost einen USB-Stick mit 2 GB, der seitdem bei mir im Auto gute Dienste leistet. Aber falls der Akku wirklich schrott ist, habe ich wohl sowieso schlechte Karten. Da bekommt man ja ab 6 Monate nach Kauf maximal noch auf Kulanz einen Ersatz. Also bleibt nur die Hoffnung, dass der Laptop ansich irgendwie Strom zieht, wenn er ausgeschaltet bzw. im Ruhezustand ist. Das sollte ja normalerweise nicht der Fall sein.
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