Saturday, 5. January 2008Meine neue "Funkschüssel" vorgestellt: Samsung QBOWL
Erstmal wünsche ich allen Lesern ein gesundes Neues und viel Spaß in 2008 (lieber spät als nie, bin die Tage erst aus dem Skiurlaub eingetroffen
Als erstes technisches Highlight dieses Jahr habe ich als neues Firmenhandy das "QBOWL" von Samsung bekommen, welches von Vodafone als Konkurrent für das iPhone ins Rennen geschickt wurde (siehe Bild). Ein iPhone kommt ja bekanntlich aus bereits erklärten Gründen für mich als Telefon nicht in Frage, und mein altes Nokia E61 hat mich dann doch auf Dauer genervt, vor Allem was die Ausmaße anging. Einige bezeichnen das gute Stück treffenderweise als Eiskratzer ;), aber der Funktionsumfang und die Bedienung als "Business-Handy" waren dennoch einwandfrei. Ich war also dementsprechend gespannt und ein wenig skeptisch, ob das QBOWL meine Ansprüche erfüllen kann.Nachdem das gute Stück für 399,90 EUR in einem Vodafone-Laden ohne Vertrag, Simlock oder Netlock erworben wurde - ich will ja schließlich meine O2-Karte samt UMTS-Datentarif behalten - machte ich mich gleich ans Testen. Der Lieferumfang kann sich eigentlich sehen lassen, so fanden sich in der Packung eine 4 GByte Micro-SD-Karte samt Adapter auf SD und ein SD-USB-Kartenleser sowie Kopfhörer und offenbar eine Kabel-Freisprecheinheit, die ich allerdings noch nicht getestet habe. Das Telefon selbst wirkt technisch hochwertig, wenn auch das iPhone ein wenig "geiler" ist, ums mal so zu sagen. Das QBOWL hat auch leider nur eine Displayabdeckung aus Plastik und wird ohne Tasche bzw. Tuch ausgeliefert. Besonders das Tuch vermisst man ein wenig, da das Touch-Display sehr schnell fettig wird. Aber dank eBay sollte ich in Kürze stolzer Besitzer von Tasche+Tuch sein Nachdem ich meine o2-Karte sowie die Speicherkarte und Akku eingesetzt hatte, konnte es losgehen. Das Vodafone-Branding im Gerät hält sich in Grenzen, man wird nur beim Start sowie im Menü durch den "Vodafone-Live" - Eintrag daran erinnert. Unschöner ist hingegen der Vodafone-Schriftzug oben auf der Vorderseite des Telefons, aber auch daran gewöhnt man sich (sieht man auf dem Bild hier nicht). Die Bedienung ist weitestgehend intuitiv, wenngleich man sich manchmal ein wenig mehr CPU-Power wünschen würde, was die Geschwindigkeit der Eingaben mit dem Finger angeht. Teilweise muss man kurz warten, bis etwas losgeht. Im Großen und Ganzen kann man das Gerät aber flüssig bedienen und nach einer Weile macht es sogar richtigen Spaß. Das Display erscheint mir sehr gut ablesbar und farbenfroh, die Kamera ist wohl eher durchschnittlich trotz ihrer 3 MP. Darauf lege ich aber sowieso keinen Wert. Wichtiger sind für mich ein guter Browser sowie Mailclient. Nachdem ich die Vodafone-Profile durch den UMTS-Zugang von o2 ersetzt hatte, kam ich problemlos ins Netz. Die Geschwindigkeit via UMTS ist sehr angenehm, HSDPA ist via o2 hier in Dresden leider noch nicht verfügbar. Nicht gerade ein Grund, den Vertrag zu verlängern oder o2 weiterzuempfehlen, aber vielleicht tut sich da ja was dieses Jahr. Zu meiner Freude funktioniert das "eingebaute" Google-Maps ebenfalls problemlos mit o2, nur der modifizierte Opera-Mini verabschiedet sich permanent mit Timeouts. Ich benutze allerdings lieber den eingebauten Browser (NetFront 3.4 von ACCESS), der problemlos funktioniert. Die Seiten werden zügig geladen und ordentlich dargestellt. Der Mailclient ist ein wenig unausgereift, so gibt es z.B. nur einen globalen Posteingang für alle Konten. Auch TLS-Auth für SMTP wird offenbar nicht unterstützt, so dass ich auf meinem Postfix-Mailserver smtpd_tls_auth_only=yes auskommentieren musste. Etwas unschön und nicht sehr zeitgemäß - das Nokia hatte damit keinerlei Probleme. SSL wird hingegen unterstützt. Sinnlos finde ich die Begrenzung von Mails auf 2048 Byte - das reicht zwar i.d.R. aus, aber wozu eine solch unsinnige Einschränkung? Nervig ist auch, dass der Mailclient keine RFC-konformen Mails verschicken kann. Man kann also immer damit rechnen, dass die versendeten Mails im Spamassassin auf der Empfängerseite hängen bleiben. Hier mal ein Spamreport für eine normale Mail vom QBOWL aus: X-Spam-Status: No, score=2.4 tagged_above=-1000 required=6.31Der MP3-Player ist einwandfrei und auch die mitgelieferten Kopfhörer klingen nicht direkt schlecht, soweit ich das nach einem Test mit den mitgelieferten Files sagen kann. Auf der SD-Karte befanden sich nämlich 100 Songs und einige Musikvideos. Am Linux-PC wurde das Telefon als Massenspeicher via USB erkannt, so dass man problemlos weitere Songs auf die Speicherkarte laden kann. Bluetooth funktionierte ebenfalls problemlos (sowohl Filetransfer als auch Freisprechen im Auto). Die Tastatur funktioniert nach einer Weile auch richtig gut, so dass man schnell ein paar Mails tippen kann und problemlos im Web agiert. Auch der automatische Mailabruf im vorgegebenen Intervall funktioniert ebenfalls zuverlässig, leider vermisse aber die Abrufzeit-Option vom E61 (da hatte ich Mo-Fr von 8-22 Uhr), denn zwischen 22 und 8 Uhr will ich beispielsweise nicht bei jeder neuen Mail einen Alarm hören sondern schlafen. Ein 24/7 - Abruf von Mails macht für mich keinen Sinn, so dass ich diese Option wohl deaktivieren werde. Ich finde dennoch, dass das QBOWL trotz einiger Mägel durchaus empfehlenswert ist, sowohl optisch als auch technisch. Wunder darf man natürlich nicht erwarten, aber bis auf WLAN ist eigentlich alles dran, was man von einem modernen Handy erwartet. Und das kann man vom iPhone nicht wirklich behaupten, oder? Monday, 12. November 2007Strato-Server wieder im Rennen; "Neue alte" Opterons bestellt
Heut Vormittag wurde mein Server seitens Strato endlich wieder aktiviert. Seitdem läuft er problemlos, mal schauen wie es weitergeht. der Angriff kam definitiv von außerhalb, mehr kann ich leider auch nicht sagen im Moment. Mich wundert nur, warum Strato das nicht gleich gestern wieder freigeschaltet hat, das wäre wohl kaum etwas Anderes gewesen als heute. Sehr komisches Handling irgendwie. Ich bin mal gespannt, ob die mir den einen Tag Ausfall gutschreiben, für den ich ja im Grunde nichts konnte. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Ist auf jeden Fall schön, wieder eMail benutzen zu können. Bei einem Serverausfall merkt man direkt mal den einzigen Nachteil von IMAP, nämlich dass man gar keine Mails da hat und nichts nachschauen kann. Da muss wohl bei Gelegenheit mal ein Backup-MX aufgesetzt werden.
Ansonsten habe ich heut für die Firma 5 neue Dual-Dualcore Server bestellt. Leider mussten wieder die älteren Opterons 2218 mit 2.6 GHz herhalten, da die Barcelona's immernoch nicht verfügbar sind. Ein neuer Webserver ging ebenfalls ins Rennen, auch mit den gleichen Opterons. Ansonsten mit dem üblichen Setup: Debian Etch 64Bit, PHP 5.2 samt eAccelerator und Suhosin. Eben sah ich, dass meine Lieblings-Netzwerkkarte mit Marvell-Chipsatz und sky2-Treiber wieder etwas gemeldet hat: NETDEV WATCHDOG: eth0: transmit timed outDanach ging es aber normal weiter. Da habe ich mich hoffentlich nicht zu früh gefreut, als ich von Erfolgen mit einem neuen Kernel postete ... Friday, 9. November 2007Warum ich mir kein iPhone kaufe, obwohl ich es gern haben würde!
Zugegeben, ich bin irgendwie "Technik-Süchtig", um es mal vorsichtig auszudrücken
Da kann man nur hoffen, dass die iPhone-Hacker alsbald das neue Software-Release knacken und ich dann einen Import oder sowas via eBay erwerben kann. Aber so richtig überzeugt bin ich von dieser Variante nicht, schließlich will man ja Garantie und Gewährleistung sowie Software-Updates nutzen können. Immerhin ist es schon möglich, das iPhone direkt aus dem Web heraus zu knacken, siehe jailbreakme.com. Offenbar muss man diese Website einfach nur mit dem iPhone besuchen. Tröstlich ist für mich nur, dass das iPhone auch Mängel in Form fehlender Feautures hat. Das fängt bei der dürftigen Kamera mit 2 MP an (mein T650i hat 3.2 MP) und geht bis zum fehlenden UMTS/HSDPA - EDGE ist für mich kein wirklicher Ersatz, da ich nun schon UMTS gewöhnt bin. Besonders negativ ist auch die Tatsache zu erwähnen, dass man das iPhone nicht als Modem z.B. am Laptop verwenden kann. Bei einer Datenflatrate sehr unschön, wenn man mal unterwegs ist und per SSH einen Server heilen möchte. Da ist mein Nokia E61 deutlich flexibler, denn dort ist PuTTy als Symbian-Variante drauf und natürlich lässt es sich sowohl unter Linux als auch unter Windows via Bluetooth als UMTS-Modem verwenden. Und wenn ich es mir recht überlege, kann das E61 auch so ziemlich alle Funktionen, die das iPhone anbietet (ok, außer der Kamera). Zusätzlich kann man aus einer riesigen Menge von Symbian-Applikationen wählen, die sich easy installieren lassen. Apple hat zwar inzwischen eine API für Anfang nächsten Jahres angekündigt, mit der auch für das iPhone weitere Anwendungen entwickelt werden können, Symbian hat da aber einen uneinholbaren Vorsprung. Achja, und den Akku kann man beim iPhone auch nicht selber wechseln, warum auch immer. Übrigens findet man auf Flickr eine Bilderserie zum Launch in Köln letzte Nacht. 400 Personen standen da im Regen und haben darauf gewartet, endlich einen Vertrag abzuschließen, der sie samt iPhone in den nächsten 24 Monaten lockere 1600 EUR kostet Die T-Mobile Website funktioniert aktuell auch nicht (Screenshot), man erhält nur einen Network Error (tcp_error). Heute früh war dort zumindest noch eine vorgeschaltete "das-iPhone-ist-toll" Seite zu sehen. Offenbar bricht der Server aktuell unter den 40 Mio. Zugriffen zusammen, die alle das iPhone bestellen wollen. Dazu passt allerdings nicht, dass schufa.de noch erreichbar ist Wie auch immer, irgendwie fasziniert einen das iPhone trotzdem ... Monday, 5. November 2007Kein Rankommen an die neuen Barcelona's
Vor einer Woche habe ich einen Server mit zwei der neuen AMD Barcelona (Opteron 2347) Quadcore 1,9 GHz bestellt. Heute erhielt ich allerdings die Nachricht, dass die CPU's derzeit nicht lieferbar seien und der Liefertermin unbestimmt ist. Dabei ist es doch von Dresden nach Dresden wirklich nicht weit
AMD scheint also erneut massive Lieferengpässe zu haben, zumindest bei den "kleinen" Quadcores. Die "große" Variante, von denen man 4 Stück auf ein Board stecken kann ist hingegen verfügbar - zum nahezu doppelten Preis. Da in meinen Web- und Datenbankservern allerdings eine Dual-Quadcore Ausstattung völlig ausreicht, guck ich aktuell in die Röhre. 40 Stück waren bei meinem Händler kürzlich verfügbar, wurden aber sofort verkauft - Nachfrage ist also offenbar nicht nur von meiner Seite da. Aber, liebe AMD'ler, ich bleibt treu und warte, bis mein Händler die 2347'er liefern kann, bevor ich mir einen Xeon einbaue - ohne Mist. Notfalls (wenn im Weihnachtsgeschäft die Server qualmen) würde ich mir sogar lieber die alte Opteron-Charge bestellen (2218'er z.B.) ... die sind zumindest entsprechend verfügbar. Wednesday, 31. October 2007Nintendo Wii am Start ;-)
Zur sportlichen Betätigung und zur Festigung der schlaffen IT-Muskeln steht bei uns im Büro nun eine Nintendo Wii bereit
Und ich muss sagen das Ding ist einfach nur geil, auch wenn ich Anfangs meine Zweifel hatte. Aber nach ein wenig Übung machts richtig Spaß. Und eine halbe Stunde Bewegung mal während der Arbeit tut auch gut, zumindest habe ich fühlbar weniger Rückenprobleme seitdem - ohne Mist Die mitgelieferten Games aus dem "Wii-Sports" - Paket sind allerdings eher nicht so der Renner, dafür aber das nachgekaufte Tischtennis von Rockstar-Games. Macht einen Riesenfun, meinen Lehrling zu besiegen So, ich genieße noch den Rest vom Feiertag hier in Sachsen und wünsche allen Lesern ebenfalls noch einen schönen Tag bzw. morgen einen schönen Feiertag. Übrigens ist heut Halloween, aber das interessiert mich ungefähr so sehr, wie wenn Bill Gates eine neue Windows-Version ankündigt (außer dass auf meinem Sony Ericsson T650i kleine Geister rumflattern) Thursday, 27. September 2007Festplatte WD Raptor defekt - Thomas Krenn zeigt sich kulant
In unseren Servern werkeln überwiegend Western Digital "Raptor" SATA-Platten mit 10k UPM. Dank einer MTBF von 1,2 Mio. Stunden gab es bisher auch keine Ausfälle. Das änderte sich gestern, denn eine Platte aus einem RAID10-Verbund gab den Geist auf. Zum Glück informierte der 3Ware-Daemon sofort per Mail über das Problem, so dass ich den Austausch im Rechenzentrum zeitnah vornehmen konnte. Das Rebuild dauerte keine 20 Minuten - man kann es ja bequem im Webinterface des Controllers beobachten - und der Server konnte wieder sicher und mit voller Performance weiterarbeiten! Selbst das Einbinden der neuen Platte in den RAID-Verbund klappte im Controller-Bios sofort - das ist nicht selbstverständlich bei mir, ich habs schließlich auch schon geschafft bei einem RAID1 die leere Platte auf die mit den vorhandenen Daten zu "rebuilden"!
Laut WD-Website gibts auf die Platten 5 Jahre Garantie. Also wollte ich gleich dort die RMA veranlassen. Leider teilte man mir nach Eingabe der Seriennummer aber mit, dass ich die Garantie direkt über den Händler, in diesem Falle Thomas Krenn, abwickeln muss. Auf deren Website hieß es allerdings, die Garantie sei abgelaufen. So profitiert man offenbar nicht in jedem Fall von den 5 Jahren. Nach einem netten Telefongespräch mit einem freundlichen Supportmitarbeiter wird uns nun aber die Platte auf Kulanz ausgetauscht. Wenige Stunden nach dem Telefonat erhielt ich auch schon die UPS-Trackingnummer, so dass die Austauschplatte morgen bereits eintreffen sollte. Ein einwandfreier Service, wie ich finde. Die defekte Platte muss man allerdings selber einsenden, das ist aber in diesem Fall ein geringes Übel. Sunday, 16. September 2007AMD goes Barcelona
Also Dresdner, AMD-User (siehe vorheriges Post) und natürlich generell technisch Interessierter habe ich mit Spannung die Einführung von AMD's 4-Kern-CPU namens "Barcelona" erwartet. Mit großem Interesse verschlang ich den aktuellen Artikel in der C'T zum Thema. Generell scheint es so, als ob die Barcelona's zumindest ordentliche Performance liefern und sehr gut skalieren, wie auch schon ihre Vorgänger der 22er Serie, die ich ja auch in diversen Servern im Einsatz habe. Immerhin bietet AMD "echte" 4-Kern-Technologie an, während Intel nur 2 DualCore's in ein Gehäuse gepackt hat und als QuadCore verkauft, um es mal pragmatisch auszudrücken. Allerdings kann man wohl keine endgültigen Schlüsse ziehen, da die Benchmarks noch nicht für den Barcelona optimiert sind (teilweise wurde mit dem gepatchten Intel-Compiler gearbeitet) und die vorgestellten CPU's bisher nur mit 2 GHz arbeiten.
Erfreulich ist erstmal, dass man bei Interesse sogar alte Server mit den neuen Prozessoren ausrüsten könnte, sofern die Chipsätze aktuell sind (ein BIOS-Update soll teilweise Abhilfe schaffen). Denn an der Architektur hat sich bisher noch nichts verändert. Hypertransport 3 wird erst später mit den Desktop-Versionen vorgestellt bzw. danach auch in neueren Serverprozessoren kommen. Es wäre also durchaus denkbar, mal einen meiner Server mit "Tyan Thunder" Board auf Barcelona upzugraden. Allerdings werde ich wohl lieber zu einer Teststellung von meinem Händler zurückgreifen Heise meldete zudem, dass auch 3-Core-Varianten geplant sind. Denkbar wäre das, denn AMD bräuchte dann vermutlich CPU's mit einem defekten Core nicht gleich zu DualCore's degradieren sondern könnte noch ein wenig mehr Geld mit den 3 Cores verdienen. Und ein Dual-3-Core-Server wäre doch auch mal was Friday, 14. September 2007Erfahrungen mit Opterons vs. Xeons im MySql-Umfeld
Da wir diverse Server mit MySql betreiben, die recht gut frequentiert sind, spielt die Power der Server eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Komischerweise habe ich die Erfahrung gemacht, dass hier die Opterons aus der 22xx-Serie den Xeon's gnadenlos überlegen sind. Warum das konkret in diesem Fall so ist, lässt sich meinerseits nicht so richtig erklären. Ich vermute aber mal, es hängt mit der Speicheranbindung zusammen, da ja i.d.R. (bei 4 GBytes RAM) der komplette Datenbestand "normaler" MyISAM-Tabellen im Speicher liegt.
Auf jeden Fall war zu beobachten, dass in der rein XEON-basierten Farm von MySql-Servern die Last immer auf recht hohem Niveau war (gemessen mit den üblichen Verdächtigen Utilities wie atsar, htop usw.), auch die Slow-Log des Datenbankservers wuchs stetig, obwohl sich Querys ja nicht veränderten, wenngleich natürlich deren Anzahl/sek. stark schwankt (~ 50/sek. vielleicht). Das Setup der Maschinen war ansonsten durchaus gut, im Detail: Dual Xeon's mit 3.2 GHz, mind. 2 GBytes RAM, 3Ware RAID 5 mit 10.000er WD Raptor SATA-Platten. Als OS kam, wie immer, Debian GNU/Linux zum Einsatz. Normalerweise würde man also sagen, die Kisten haben ganz gut Power, um die eine oder andere Abfrage spielend zu bewältigen. Besonders erwähnen möchte ich hier noch, dass die langsamsten Kisten die mit den neuesten CPU's waren, hier Xeon E5310 (Dual-Quadcore, also je 8 Cores zu je 1.6 GHz). Vermutlich kam da der Speicher einfach nicht hinterher, alle Cores entsprechend mit Daten zu bedienen. Oder die Taktfrquenz ist zu gering, so dass die anderen Optimierungen in dieser CPU nichts bringen, ich weiss es nicht. Fakt ist, dass diese Server bei uns mit Abstand die langsamsten waren, was MySql angeht. Inzwischen laufen diese als Webserver, wo sie eine hervorrangende Performance liefern. Als wieder Neuanschaffungen ins Haus standen, mussten also Alternativen her. Mein freundlicher Händler bot mir nach einem Gespräch einen Dual-Opteron 2210 (also insgesamt 4 Cores mit je 1.8 GHz) an, welchen ich natürlich dankend annahm. Die Konfiguration war ansonsten identisch zu der auf den vorhandenene Xeon-Servern (natürlich entsprechend mit Debian-AMD64), so dass hauptsächlich CPU und Speicheranbindung eine Rolle spielen sollten. Nach 2 Tagen im Test stellte sich heraus, dass dieser Server ca. gleichschnell agierte wie die vorhandenen Xeon's mit 3.2GHz und sogar schneller als die Dual-Quadcores mit 1.6 GHz. Man muss allerdings an dieser Stelle noch erwähnen, dass man pro Server mehr also 1000 EUR in der Anschaffung spart, da die Opterons einfach preiswerter sind. Für nur ein paar Euro mehr bekommt man allerdings auch den gleichen Server mit Opterons "2216" (sogar als HE-Version, welche besonders energiesparend ist). Dort ist die Performance deutlich größer als bei den Dual-Xeons, laut mysql-bench teilweise doppelt so hoch (siehe INSERT, KEY- und SELECT-Ergebnisse weiter unten in den Benchmarks). Das Setup in der der my.cnf ist hierbei immer fast identisch, ich habe nur thread_concurrency entsprechend der jeweiligen Server angepasst. Also werden alle neuen Datenbankserver bei uns jetzt mit 2216er oder 2218er (2.6 GHz) Opterons bestückt bzw. die Xeons sogar nach und nach ersetzt und niederen Aufgaben zugewiesen. Ich bin schon sehr gespannt auf die neuen Barcelonas von AMD mit 4 Cores je CPU. Natürlich werde ich dann wieder berichten Hier noch die entsprechenden Ergebnisse von mysql-bench:PS: Dies ist das 100. Posting im Admin-Blog (zumindest was die auto_increment ID der Posting-Tabelle angeht)! Thursday, 13. September 2007HTPC vorgestellt
Seit letzter Woche bin ich stolzer Besitzer eines HTPC (was ist das denn?). Das Gehäuse ist ein Intertech HPC-2601 (siehe Bild) mit 7" LCD-Touchscreen. Das ist insofern ziemlich cool, dass man z.B. auf die Funktionen des installierten Media Centers der Windows XP MCE nur über den Touchscreen zugreifen kann, wenn man nur Musik hören möchte. Der Fernseher bleibt dann einfach aus. Das Gehäuse macht einen guten Eindruck, hochwertig verarbeitet aus Alumunium. Vorteil des recht großen Gehäuses ist (gegenüber Shuttle XPC's beispielsweise), dass man normale Mainboards und Netzteile verbauen kann. Außerdem stehen einem diverse Erweiterungsmöglichkeinten in Form von PCI(X)-Slots zur Verfügung. Zu allem Überfluss ist auch noch eine Fernbedienung dabei, mit der man innerhalb des Media Centers navigieren kann. Diese kommt aber bei mir kaum zum Einsatz, da die Logitech Harmony das prima mit erledigt. Der TV ist via DVI2HDMI-Adapter angeschlossen, der 7" LCD wird via DVI2VGA-Adapter auch direkt an die Grafikkarte angeschlossen. Dank 2 Ausgängen und DualView ist das kein Problem, auf dem kleinen Display lasse ich manchmal ab und an eine Foto-Slideshow laufen - ist quasi auch gleich ein digitaler Bilderrahmen
Als besonderes Highlight kommen als Tastatur und Maus sehr hochwertige Komponenten von Logitech zum Einsatz, nämlich die diNovo Edge bzw. die MX Air. Ganz davon abgesehen, dass diese Geräte absolut geil aussehen, funktionieren sie bisher auch super. Dank Bluetooth-Funk tun sie dies wirklich im ganzen Raum. Das integrierte Mini-Touchpad auf der Tastatur ermöglich außerdem noch die problemlose Steuerung auf dem Desktop. Dank Ladestation und offenbar recht effektiven Lithium-Ionen-Akkus ist das wirklich eine runde Sache, die ich bedenkenlos weiterempfehlen kann. Negativ ist mir nur aufgefallen, dass der 5.25er Käfig im Gehäuse die Anschlüsse für USB/Audio an der Vorderseite überdeckt. Beim Einbau der Platte samt Silencer habe ich mir fast die Finger gebrochen. Ansonsten kann ich das Gerät sehr empfehlen, wobei ich natürlich noch keine Langzeiterfahrungen habe. Und leiser als meine alte XBOX (möge sie in Frieden ruhen) mit XBMC (XBOX Media Center) drauf ist es definitiv. Tuesday, 21. March 2006Nachgelegt: MySQL-Benchmark auf Server4You "vServer Medium"
Da es bei Server4You derzeit vServer bzw. RootServer für lau völlig unverbindlich zum Test gibt - man muss nichtmal Bankverbindung oder so etwas angeben - habe ich mir das natürlich nicht entgehen lassen und einen vServer Medium einrichten lassen. Also Samstags den Server online bestellt, 3 Stunden später war er dann fertig eingerichtet.
Von Haus aus war SuSE 9.3 Pro installiert. Natürlich wurde testweise auch gleich mal Debian 3.1 drüberinstalliert, was komfortabel via Onlinemenü ging. Das anschließende testweise Re-Install von SuSE klappte allerdings nicht. Es passierte einfach nichts. Aber bei einem 3-Tage-Test war das auch relativ egal Also mal ein wenig rumgetestet, wobei die Performance angenehm war. Als CPU wurden 2 Xeon's angezeigt, Kernel war "Linux 2.6.8-022stab068.1-enterprise i686". Offenbar kommt eine Virtualisierung zum Einsatz, die alle vServer als Kernelprozesse auf dem Host laufen lassen, was wohl die effektivste Variante darstellt und sehr viele vServer auf einem System zulässt. Aus Insiderkreisen war zu erfahren, dass auf einem Dual-Xeon mit 4 GByte RAM locker 200 und sogar noch deutlich mehr von solchen vServern laufen können - in dem Fall war von Virtuozzo die Rede, was wohl bei den meisten Hostern zum Einsatz kommt - es gibt aber auch einen OpenSource-Port, nämlich OpenVZ. So sehen die Ergebnisse der MySQL-Benchmark ziemlich gut aus. Verglichen mit meinen kürzlich durchgeführten Tests auf 4 Serversystem sind die Ergebnisse im oberen Bereich anzusiedeln. Das liegt sicher daran, dass SCSI-Platten zum Einsatz kommen bzw. auf dem Server vielleicht schlicht noch nicht viel los war. Wie es in einem Langzeittest auf einem ausgelasteten Host ausschaut, kann man so natürlich nicht genau sagen. Generell scheint die ganze vServer-Sache dennoch ganz gut und halbwegs performant zu sein. Kleine Projekte, die man bisher im Shared-Hosting ansiedelte, könnte man nun auf einem vServer laufen lassen, zumal man dort die Freiheit hat, das System so zu konfigurieren, wie man mag. Langzeiterfahrungen und generelle Eindrücke von anderen Usern sind natürlich sehr willkommen! Saturday, 11. March 20063ware 9550SX
Da hat man nun schon im Server den "3ware 9550SX SATA II RAID Controller" im Einsatz, der laut Website vom Hersteller "200% faster than the industry-leading 3ware 9500S controller" ist (er ist in der Tat sehr schnell, das muss ich anerkennen), so richtig zufrieden ist man trotzdem nicht. Denn der 3Ware-Managemant-Daemon läuft nicht unter Debian. Toll, sind doch alle von mir betreuten Maschinen mit Sarge installiert.
Also habe ich kurzerhand ein Supportticket auf 3ware.com eröffnet. Ich schilderte, dass der Daemon beim Start auf der Shell mit der Meldung (0x0C:0x0003): Failed to create SSL context stirbt. Daraufhin meinte der Supportmensch, ich solle doch https im Browser vor die URL setzen? Wie bitte, was? Welcher Browser? Ich rede von der Shell, Bash, Konsole!!!! Also ihm das sachlich nochmals mitgeteilt. Einen Tag später das erneute Reply mit dem total hilfreichen Hinweis, ich solle im Browser mal die IP statt den Hostnamen eingeben. Total super, aber rede immernoch vom Start des Daemons auf der verdammten Shell. Also nochmal, in etwas wütendem Ton, den Sachverhalt geschildert. Knapp zwei Tage später kam dann eine Entschuldigung und der knappe Hinweis, dass Sarge derzeit nicht von dem Tool unterstützt werde. Das war mir aber inzwischen auch schon irgendwie aufgefallen Wenigstens funktioniert die CLI auf Shell, so dass ich ab und an manuell schauen kann, ob alles OK ist. Allerdings merke ich da trotzdem ohne zu schauen nicht, ob eine Platte ausgestiegen ist. Da ist die Variante mit der eMail und dem Webinterface beim 3dm2 schon besser, aber was solls. Und das bei einem Controller für um die 500 EUR ... Thursday, 2. March 2006MySql-Benchmark auf verschiedenen Systemen durchgeführt
Da ich hier verschiedenste Hardware habe und mich generell sehr für Statistiken interessiere, habe ich heute 4 Testläuft auf verschiedenen Systemen mit "sql-bench", der mitgelieferten Benchmark-Suite von Mysql, gemacht. Mit ging es vor allem darum, die Vorteile eines RAID5 bei SELECT's nachzuweisen, was mir auch gelungen ist. Leider konnte ich nicht mit einheitlichen MySql-Versionen testen, weshalb 4.0.24 aus Debian-Paketen, 4.1.10 aus RPM und die 5.0.16 (ebenfalls RPM) zum Einsatz kamen. An der MyISAM-Engine hat sich aber wohl nicht gravierend etwas in den letzten Versionen geändert, was die Performance von SELECT, UPDATE oder INSERT großartig beeinflusst (oder?). Falls doch, müsste man das natürlich in die Betrachtungen mit einfließen lassen. Das Filesystem war jeweils ext3 mit defaults, die Kernelversionen könnt ihr den ausführlichen Ergebnissen unten entnehmen.
Zum Test waren folgende Serversysteme zum Einsatz, es liefen ansonsten keine relevanten Anwendungen (jeweils verlinkt zu den ausführlichen Ergebnissen):
Das IDE-System war natürlich in allen Plattenrelevanten Operationen mit Abstand am langsamstem, wer hätte das gedacht Die beiden Dualsysteme kann man wohl bedenkenlos als reine DB-Server im Produktivumgebungen einsetzen (da sind sie ja hier auch bereits im Einsatz), wobei RAID5 oder noch bessere Varianten auf jeden Fall lesend einen deutlichen Performancezuwachs bringen. RAID1 ist schreibend messbar schneller, in der Praxis ist die Masse aber i.d.R. SELECT. Der P4 ist eher als Webserver geeignet und das Athlon-System mit IDE-Platten als Spielwiese oder kleine Websites etc.! Ich hoffe, das hilft vielleicht jemandem bei der Hardwarewahl, Anregungen und Erfahrungsaustausch sind natürlich jederzeit wie immer willkommen! Tuesday, 28. February 2006Pure Power ;)
Heute habe ich das neue Flaggschiff für unseren MySql-Verbund aufgesetzt. Die Hardware kann sich sehen lassen, schließlich habe ich diese selbst ausgesucht:
Als Distribution kommt, wie immer bei mir, Debian zum Einsatz. Allerdings nicht ohne Problem. So ließ sich Sarge nicht installieren, da es den recht neuen Controller nicht erkannte. 3Ware stellt in seiner Knowledge Base aber zum Glück ein eigenes Sarge-Image bereit, welches den Treiber enthält. Das nenne ich mal ordentlichen Support Allerdings sollte man dann nicht, so wie ich es getan habe, ein Kernel-Image via APT installieren. Zumindest nicht, wenn man kein großer Fan von "Kernel Panic" ist Ich werde jetzt diverse Tests mit MySql-Bench machen und dem geneigten Fachpublikum (also Euch *g*) die Ergebnisse die Tage präsentieren ... Thursday, 17. November 2005Die Nacht der toten Platte(n) ...
Irgendwie habe ich zur Zeit etwas Pech mit Hardware - vielleicht der Fluch eines Kunden, dem ich nicht helfen konnte? Wer weiss
Mir bot sich das selbe Bild wie meinem Kollegen, Fehler ohne Ende. Ein mounten der Platte war um keinen Preis mehr möglich. So setzte ich auf einer frischen Platte mein Debian Sarge neu auf und richtete alles neu ein. Glücklicherweise hatte ich tagesaktuelle Backups von /etc und dem Webroot da, so dass das sehr schnell ging. Nun läuft wieder alles (bis auf MRTG, aber den Fehler find ich noch Da freut es einen doch, dass man mit dem Problem nicht alleine dasteht. Ein Kundenserver erlitt vor wenigen Minuten das selbe Schicksal, so dass ich diesen morgen früh direkt auch neu installieren werde. Wer weiss, vielleicht vertragen die Platten ja die kalte Jahreszeit auch nicht so - obwohl es ja eigentlich genau gegenteilig sein sollte Wednesday, 16. November 2005Endlich PDA
Es war ruhig die Tage im Adminblog. Der Grund dafür war ein kurzer Urlaub meinerseits, der morgen in der Spätschicht auf Arbeit sein trauriges Ende findet
Die Tage war ich aber nicht untätig, sondern habe intensiv nach einem PDA gesucht - und bin fündig geworden. Ich wollte unbedingt einen mit Bluetooth und WLAN, was die Auswahl schonmal arg eingeschränkt hat. Bei Dell wurde ich zwar fündig, allerdings war es dort einfach zu teuer. Die beste Lösung wäre ja gleich einer mit integriertem GPS-Modul, aber da gibts leider wieder keinen, wo auch Bluetooth und WLAN mit dabei sind - zumindest habe ich keinen gefunden, der mir zugesagt hätte. So fiel die Wahl also auf den Fujitsu Siemens Pocket Loox 420. Sieger in diversen Tests und mit allem ausgestattet, was ich so brauche. Bei cyberport.de fand ich das Teil für 299 EUR und habe gleich zugeschlagen. Um im Auto und notfalls auch mal zu Fuß navigieren zu können, musste natürlich auch ein GPS-Modul her. Die Wahl fiel auf die Leadtek 9537 Bluetooth-GPS-Maus. Dank eigenem Akku und Auto-Ladegerät kann man diese beispielsweise im hinteren Teil des Autos platzieren. Für den PDA selbst habe ich bei eBay gleich noch ein Autoladekabel und eine Halterung mit Saugnapf erworben, bei Amazon noch eine 512 MByte große SD-Karte. Was nun noch fehlt ist jede Menge Software für das Gerät, ganz besonders natürlich zur Navigation. Über Tipps und Erfahrungen dazu würde ich mich sehr freuen
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Kommentare
02.10.2008 13:58
Das ist wirk [...]
28.08.2008 11:26
Vielleicht ist [...]
27.07.2008 14:16
Habe auch Inte [...]
17.07.2008 08:45
Ich habe das g [...]
14.07.2008 21:54
dann lad das p [...]